Ärger um Gelbe Tonnen

Ärger um Gelbe Tonnen

„Auf die Leerungstermine der gelben Tonne ist kein Verlass“, schimpft ein Stadt Spiegel-Leser aus dem Nordbezirk. Ordnungsgemäß hatte er den Behälter gut gefüllt an die Straße gestellt. Doch als er am Abend von der Arbeit heimkommt, ist sie immer noch gefüllt.

Kein Einzelfall. In Hüls, im Nordbezirk, Forstwald, auch in Gartenstadt kommt es immer häufiger vor, dass die Gelbe Tonne nicht geleert bzw. der Gelbe Sack nicht abgeholt wird. Zuweilen liegen die Säcke tagelang herum. Gerade bei dem heißen Sommerwetter eine Zumutung.

Das Schlimme: die Bürger können sich vor Ort nicht wirklich beschweren. Denn die Stadtverwaltung ist nicht zuständig. Bei der Gelben Tonne handelt es sich um das privatwirtschaftliche Duale System. Dieses arbeitet unabhängig von der städtischen Müllabfuhr. Und die ausführende Entsorgungsfirma Borchers sitzt in Borken.

Dennoch ist inzwischen die Krefelder Politik aufmerksam geworden. Der Hülser Bezirksvorsteher Hans Butzen setzt das Thema sogar auf die Tagesordnung der nächsten Bezirksvertretung. Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Krefelder Stadtrat Uli Hahnen klagt: „Wir haben es hier mit einem grundsätzlichen Organisations- und Personalproblem zu tun, das die Firma Borchers offensichtlich nicht in den Griff bekommt.“

Der Stadt Spiegel sprach deshalb gestern mit dem Geschäftsführer der Entsorgungsfirma Borchers, Bernhard Strotmeier. Dieser gibt Entwarnung: „Ich bin fest zuversichtlich, dass die Abfuhr jetzt besser funktionieren wird.“

Ursache der Malaise sei das Zusammentreffen von Urlaub und Krankheit gewesen. Ein Stammfahrer sei erkrankt, während der zweite im Urlaub weilte. Zwar habe die Firma Ersatzfahrer aus Borken geschickt, diese kennten sich aber in Krefeld nicht so gut aus. Da sei manche Straße unberücksichtigt geblieben. Strotmeier versichert: „Wir haben diese Straßen am 9. August und gestern noch nachgefahren.“ Um die Schwierigkeiten für die Zukunft auszuschließen, würden nun Fahrer aus Borken eigens als Reservepersonal geschult. Für die Stammbesetzung in Krefeld stünden nun drei Fahrer zur Verfügung.

(StadtSpiegel)
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