Neuer Zug soll NRW-Städte verbinden: 900 Mio-Auftrag: Siemens in Krefeld baut RRX

Neuer Zug soll NRW-Städte verbinden : 900 Mio-Auftrag: Siemens in Krefeld baut RRX

Die Firma Siemens hat die europaweite Ausschreibung für 82 Elektrobetrieb-Doppelstock-Fahrzeugen für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) gewonnen. Die Fahrzeuge sollen im Werk in Krefeld-Uerdingen produziert werden.

Das Investitionsvolumen beträgt alleine für die Fahrzeugbeschaffung bis zu 900 Millionen Euro.

"Das ist ein wunderbarer Tag für Krefeld und natürlich für die Menschen mit ihren Familien, die im Uerdinger Werk arbeiten. Damit sind nicht nur Arbeitsplätze langfristig gesichert, sondern ich hoffe auch auf neue industrielle Arbeitsplätze für den Standort Krefeld", sagt Krefelds 1. Bürgermeister Frank Meyer (SPD), der die Nachricht gestern publik machte.

Die Ausschreibung sah die Vergabe von 82 barrierefreien, raum- und leistungsstarken Fahrzeugen vor. Gefordert wurden u.a. ein besonderes Beschleunigungsvermögen, mindestens 400 Sitzplätze je Fahrzeug bzw. 800 pro Zug bei der in der Regel vorgesehenen Doppeltraktion. Die Fahrzeuge müssen einen durchgängig barrierefreien Einstieg an allen Türen, mindestens zwei Toiletten je Fahrzeug — davon zumindest eine behindertengerecht — sowie eine Klimatisierung auch bei abgestellten Zügen vorweisen.

Die bereits seit dem 10. Oktober 2013 laufende Fahrzeug-Ausschreibung sah vor, dass ein Hersteller die Fahrzeuge dauerhaft in der erforderlichen Anzahl und Qualität bereitstellt und deren hundertprozentige Verfügbarkeit über 30 Jahre garantiert. Geplant ist, dass die ersten Neufahrzeuge ab 2018 eingesetzt werden. Der RRX ist das wichtigste Mobilitäts- und Infrastrukturprojekt des Landes NRW.

(jps)
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