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Jetzt kommt Heidi aus der Schweiz

Jetzt kommt Heidi aus der Schweiz
Rund um die Filmdrehorte des neuen Heidi-Streifens können Besucher in die Welt des kleinen Mächchens eintauchen.
Wandeln auf den Spuren von Heidi und Geißenpeter. Von der Agentur

Die Neuverfilmung von Johanna Spyris Kinderbuchklassiker kommt am 10. Dezember in die Kinos. An den Schauplätzen von Buch und Film im schweizerischen Graubünden können Besucher in die Welt von Heidi eintreten. Das Heididorf oberhalb von Maienfeld lockt im Sommer mit einer Erlebniswelt für Kinder und Fans des Buches. Der Weg auf die Heidialp auf dem Ochsenberg erzählt zum Beispiel in zwölf Stationen die Geschichte des kleinen Mädchens. Rund um die Filmdrehorte bei Bergün können Familien in die Landschaft und Kulissen der Filme eintauchen. Zahlreichen Bündner Almhütten bieten Übernachtungsgelegenheiten wie zu Heidis Zeiten.

„Vom freundlichen Dorfe Maienfeld führt ein Fußweg durch grüne, baumreiche Fluren bis zum Fuße der Höhen, die von dieser Seite groß und ernst auf das Tal herniederschauen. Wo der Fußweg anfängt, beginnt bald Heideland mit dem kurzen Gras und den kräftigen Bergkräutern dem Kommenden entgegenzuduften, denn der Fußweg geht steil und direkt zu den Alpen hinauf.“ So beginnt Johanna Spyris Buch „Heidis Lehr- und Wanderjahre“, das erstmals 1880 erschien.

Heididorf Maienfeld

Im Heididorf oberhalb von Maienfeld tauchen Besucher ein ins „Dörfli“ aus Johanna Spyris Roman. Im Ort, der eigentlich Rofels heisst, können Kinder und Erwachsene dem Leben von Heidi nachspüren. Höhepunkt des Dorfes ist zweifellos das „Heidihaus“. Vom Vorratskeller über die rustikale Stube bis zu Heidis Zimmer: Eingerichtet wie zu Heidis Zeiten zeigt es, wie die Schweizer Bergbauern Ende des 19. Jahrhunderts lebten.

Wer mehr über die Geschichte von Heidi und die Autorin Johanna Spyri erfahren möchte, kann anschließend die Ausstellung „Johanna Spyris Heidiwelt“ im Dorfmuseum besuchen. Selbst die Poststelle im Ort ist ganz auf Heidi eingestimmt, gibt es doch hier den exklusiven Heididorf-Sonderstempel für Briefmarkenliebhaber und Heidi-Fans.

Wer höher hinaus will, kann auch den „Almöhi“ auf dem Ochsenberg hoch über Maienfeld besuchen. Der Heidi-Erlebnisweg beginnt im Heididorf und führt bis zur Heidialp hinauf, wo ein gemütliches Bergrestaurant Wanderer und Mountainbiker empfängt. Die Wanderung durch die grünen Wiesen führt an zwölf Stationen entlang, die die Heidigeschichte darstellen, und dauert circa anderthalb Stunden. Das Heidihaus und die Ausstellung „Johanna Spyris Heidiwelt“ ist vom 15. März bis 15. November jeweils von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter: www.heididorf.ch

Drehorte bei Bergün

Familien können im Weiler Latsch bei Bergün das malerische Heididorf aus dem Film erleben. Für das Dorf im neuen Kinofilm hat das Filmteam um den Regisseur Alain Gsponer nämlich nicht Maienfeld, sondern Latsch in Szene gesetzt. Latsch diente bereits der ersten deutschsprachigen Heidi-Verfilmung aus dem Jahr 1952 als Kulisse. Verglichen mit Maienfeld ist Latsch touristisch wenig erschlossen, doch die umliegende Berglandschaft ist dafür umso authentischer. Zahlreiche Wanderwege erschließen die Berge und Täler rund um Latsch. Wo genau die Almhütte liegt, die für die aktuelle Verfilmung als „Heidihütte“ diente, ist offiziell nicht bekannt. Zur Heidihütte aus dem Film von 1952 führt dafür eine schöne Wanderung ins nahe gelegene Falein, hoch über Filisur. Der Weg beginnt im Ort Stuls und führt über Runsolas zur Heidihütte bei Falein. Die gut zweieinhalbstündige Wanderung entlang an Weiden, durch Wälder und vorbei an sonnenverbrannten Ställen und Gebirgsbächlein ist gesäumt mit Schautafeln zu dem Film und seiner Fortsetzung von 1954. Am Tisch vor der Hütte serviert die Familie Schutz vom nah gelegenen Bio-Bauernhof jeden Mittwoch im Juli und August einen leckeren Imbiss, bestehend aus Hofprodukten wie Salsiz, Alpkäse, Milch und Apfelsaft (nur auf Anmeldung unter +41 81 404 19 38 oder +41 79 577 95 09). Der Abstieg nach Filisur dauert dann nochmals circa zweieinhalb Stunden.

Weitere Informationen unter: www.berguen-filisur.ch/sommer/sommererlebnisse/themenwege/heidiweg.html

Übernachten wie Heidi

Wer wie Heidi in einer Bündner Almhütte, einem sogenannten „Maiensäss“, übernachten möchte, kann dies in einer von zahlreichen privaten Hütten tun. Einige Bündner Bergbauern vermieten ihre idyllisch gelegenen Maiensäss-Hütten an Gäste, die naturnahe und authentische Ferien in den Schweizer Bergen verbringen möchten. Diese Maiensässe werden entweder nicht mehr landwirtschaftlich genutzt oder stehen saisonal als Feriendomizil zur Verfügung. Im Sommer sind die Maiensässe attraktive Ausgangspunkte für Wander- und Bikefreunde, im Winter hingegen aufgrund ihrer Lage inmitten der Bergwelt teilweise nur als Skihütten zugänglich.

Das Maiensäss Plausi oberhalb von Buchen zum Beispiel bietet Platz für 4–5 Personen. Die Hütte liegt umgeben von Wiesen und Wald in einer heilen Bergwelt mit einem wunderschönen Ausblick über das Vorderprättigau. Der Sitzplatz beim Haus lädt zum Verweilen und zu Wildbeobachtungen ein. Das Plausi verfügt über eine Küche, eine Stube, ein Schlafzimmer mit Kajütenbetten, ein Plumsklo und eine Outdoordusche mit kaltem Wasser. Fließendes Wasser gibt es beim Brunnen im Hof. Geheizt wird im Stübli mit einem Holzofen, auf dem auch gekocht werden kann. Alternativ steht auch ein Elektroherd zur Verfügung. Das Plausi kann ab 70 Schweizer Franken pro Nacht gemietet werden.

Traditionell dienten Maiensässe in der Schweiz zunächst im Frühling den Bauernfamilien als Herberge. Zu dieser Jahreszeit weidete das Vieh auf der mittleren Gebirgsstufe, bevor es zum Sommer hin auf die Hochalp getrieben wurde. Im Herbst kehrten die Bauern mit ihrem Vieh wieder zu den Maiensässen unterhalb der Baumgrenze zurück und verweilten dort, bis kurz vor dem Wintereinbruch der Alpabzug in die Dörfer und Täler begann.

Weitere Informationen zu Heidierlebnissen in der Schweiz gibt es im Internet unter www.MySwitzerland.com, der E-Mail-Adresse Info@MySwitzerland.com

(City Anzeigenblatt Krefeld II)