| 09.53 Uhr

Nach 124 Jahren
Rotes Kreuz Uerdingen soll Unabhängigkeit aufgeben

Nach 124 Jahren: Rotes Kreuz Uerdingen soll Unabhängigkeit aufgeben
Das DRK Uerdingen betreibt nahe des Bahnhofs der Rheinstadt die "Brücke". FOTO: Wikipedia / Stefan Flöper / CC-BY-SA 3.0
Uerdingen. Der 1894 gegründete Ortsverband Uerdingen des Deutschen Roten Kreuzes soll im Krefelder DRK-Verband aufgehen. Nun sind die Mitglieder gefragt. Für die Arbeit soll sich nichts ändern. 

Zwei DRK-Ortsverbände in einer Stadt - das bindet zu viel Arbeit für die  Verwaltung. So sieht es  Werner Grams, der Uerdinger Ortsvereins-Vorsitzende. Er informierte die Uerdinger Mitglieder jetzt über das geplante Aufgehen des Uerdinger Verbands im größeren Stadt-Verband.

Davon erhofft sich Uerdingen als kleinerer Verbund Synergie-Effekte – zum Beispiel in der Mitgliederverwaltung und im Abrechnungswesen.

Dass es überhaupt zwei unabhängige DRK-Ortsverbände in Krefeld gibt, hat historische Ursachen. Uerdingen war bekanntlich bis 1929 eine unabhängige Stadt, erst dann fusionierte es mit dem größeren Krefeld. Das DRK vollzog den organisatorischen Zusammenschluss bis heute nicht mit,  

Die Uerdinger Angebote wie der Altenclub sollen auch nach der Fusion weiterlaufen, künftig aber unter dem Dach des DRK-Kreisverbandes Krefeld.

"Wir übernehmen bei einem Zusammenschluss alle vertraglichen Bindungen des Ortsvereins wie etwa den Mietvertrag für den Seniorentreff ,die Brücke‘. Das Projekt für die älteren Menschen in Uerdingen ist wichtig", so die Krefelder DRK-Kreisgeschäftsführerin Sabine Hilcker.

Der Seniorentreff ist erst vor rund einem Jahr an die neue Adresse Bahnhofstraße 57 gezogen. Er ist eine von sieben Einrichtungen, die von der Stadt im Rahmen der offenen Seniorenarbeit gefördert werden. "Das Konzept des Miteinanders von Jung und Alt und der Seniorenangebote passt ja gut zu dem, was wir auch im Krefelder Kreisverband anbieten", so Hilcker.

Der Uerdinger Ortsverein muss jetzt noch in einer Mitgliederversammlung über den Zusammenschluss abstimmen