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Hülser Naturfreibad ist sanierungsbedürftig
Kies ist mit Schlick versetzt

Hüls . Das Wasser im Hülser Freibad trübt sich ein. Auf längere Sicht ist eine Sanierung fällig.

Die Freibadsaison ist gerade vorüber. Die Besucherzahlen in Hüls entsprachen nicht ganz den Erwartungen. Dennoch bleibt das Freibad ein Juwel in der Krefelder Schwimmbadlandschaft.
Von Ernst Müller


Das liegt zum einen an der romantischen Lage inmitten hoher Bäume und dichten Grüns. Zum anderen aber auch an der so ursprünglichen Befüllung des Beckens mit reinem Grundwasser.


Doch genau diese urige Ursprünglichkeit der Technik bereitet "perspektivisch" Probleme, wie Detlef Flick es ausdrückt. Der Leiter des Krefelder Sport- und Bäderamtes hat nämlich feststellen müssen, dass die Trübung des Wassers inzwischen stärker ausfällt, als sie eigentlich sollte: "Das Aufsichtspersonal sollte einen Tiefblick von rund einem Meter haben", gibt Flick zu bedenken. Das ist derzeit aber nicht immer mehr der Fall.


Ursache dürfte die Kiesschicht sein, mit der der Boden des zwei Meter tiefen Beckens bedeckt ist. Sie wurde das letzte Mal Anfang der 90er Jahre ausgewechselt und hat im Laufe der Jahrzehnte nun wahrscheinlich Schlick "angesetzt".


"Das ist nicht dramatisch", beruhigt Flick, "der Schwimmbetrieb ist auch in der nächsten Saison nicht gefährdet". Aber "perspektivisch" müsse das Problem einmal angegangen werden.


Das bedeutet: das Becken müsste ausgepumpt und der Kies ausgewechselt werden. Geschätzte Kosten: rund 50.000 Euro.


Auch andere Mängel hat das Amt im Hülser Freibadbereich festgestellt. Dazu gehört der Zustand der Umkleiden.
Doch vieles von diesen Mängeln repariert das Bäderamt kontinuierlich aus seinen verfügbaren "Bordmitteln".


Den Austausch der Kiesschicht hingegen müsste die Politik in den städtischen Haushalt einstellen. Darauf hat Flick die Kommunalpolitiker schon mal vorbereitet.