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Kooperation mit dem Werk für Entwicklungshilfe
Marienschule: Partner von Misereor

Kooperation mit dem Werk für Entwicklungshilfe: Marienschule: Partner von Misereor
Helfende Hände: Mit farbigen Aktionen haben die Schüler der katholischen Marienschule den Festakt zur Kooperation mit Misereor gestaltet. FOTO: Marienschule
Nordbezirk . Die Marienschule an der Hubertusstraße hat eine Kooperation mit dem katholischen Hilfswerk Misereor geschlossen. Von der Redaktion

Misereor ist das Hilfswerk der Deutschen Bischöfe. Seit 60 Jahren setzt es sich weltweit für Menschen in Armut ein. Es leistet vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe.


Die Marienschule ist die sechzehnte Schule in Deutschland, die diese Ziele offiziell unterstützt und mit Misereor kooperiert. "Uns geht es darum, unser traditionelles Engagement zu verstetigen und von einzelnen Personen unabhängig zu machen", erklärt Schulleiter Klaus Neuenhofer.


Die Schülersprecher Julian Stiller und Charlotte Dinsdale nahmen beim Festakt mit Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel die Partnerplakette in Empfang.


Der Vertragsschließung vorausgegangen war ein fast anderthalbjähriger Prozess, in dem Lehrer und Schulleitung das Für und Wider einer solchen Kooperation abwogen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Gespräch mit Misereor sondierten. Am Ende stand der eigens formulierte Kooperationsvertrag. "Wir haben uns gefragt, wie wir unser soziales Engagement in der Bildungsarbeit verankern können", sagt Ansgar Hoff, Initiator der Kooperation.


Ergebnis: Misereor stellt dem katholischen Gymnasium Unterrichtsmaterialien über Themen aus 92 Ländern zur Verfügung, in denen Misereor aktiv ist. Überdies können ausländische Gäste des Hilfswerks auch nach Krefeld kommen. Ebenso können Schüler nach dem Abitur erste Erfahrungen in Entwicklungsländern sammeln und für einige Zeit in Projekten dort mitarbeiten.


Die Marienschule ihrerseits verpflichtet sich, Themen der "Einen Welt" in den Unterricht zu integrieren. Das betrifft mehr Fächer als man denkt: Geschichte, Erdkunde, Religion – klar. Aber auch die Naturwissenschaften: Warum nicht in Physik über Brunnenbau sprechen? Schulleiter Klaus Neuenhofer hat noch eine andere Idee: "In Entwicklungsländern sind die Ingenieure auf einfache Methoden angewiesen, z.B. die Kordelmethode, 12 Knoten in eine Kordel zur Landvermessung. Das kann ich gut in Mathematik machen."


"Über Bildung soll Mitgefühl erreicht werden", erklärt Ansgar Hoff. Man stelle sich die Frage, was wir als Christen zur Lösung der Probleme beitragen können. "Das geht über ad-hoc-Aktionen hinaus", so Hoff. Und es stifte Identität für Schule und Schüler.