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Stadt appelliert an Herrchen: Beim Spaziergang die Vierbeiner an die Leine nehmen
Hunde bedrohen Naturidylle

Stadt appelliert an Herrchen: Beim Spaziergang die Vierbeiner an die Leine nehmen: Hunde bedrohen Naturidylle
Idylle im Hülser Bruch: Erholungssuchende sollten unbedingt ihre Hunde anleinen, damit die Idylle auch eine Idylle bleibt. FOTO: Müller
Hüls / Inrath (red) Von Ernst Müller

. Das schöne Wetter sorgt weiterhin dafür, dass sich viele Erholungssuchende ins Freie orientierten. Die Untere Landschaftsbehörde des Fachbereichs Grünflächen macht deswegen darauf aufmerksam, dass in Feld, Wald und Flur für jedermann Verhaltensregeln gelten.

Dazu gehört die Rücksichtnahme auf andere Erholungssuchende, aber auch die Beachtung des Landschaftsgesetzes und des Landschaftsplans vor allem in den Naturschutzgebieten. Erkennbar sind diese an den grün-weißen, auf dem Kopf stehenden, Dreiecksschildern mit der Aufschrift „Naturschutzgebiet“.

In allen Naturschutzgebieten hat die Natur Vorrang. Deshalb gilt dort generell eine Anleinpflicht für Hunde, das Verbot, Wege zu verlassen, Flächen außerhalb der Wege zu betreten oder zu befahren und außerhalb der ausgewiesenen Reitwege zu reiten.

Zusammen mit dem Fachbereich Ordnung werden weiterhin in den Naturschutzgebieten Kontrollen durchgeführt. Bei Feststellung eines Verstoßes gegen die zuvor genannten Regelungen können Verwarnungen mit einem Verwarngeld bis zu 35 Euro oder aber bei vorsätzlichen oder wiederholten Verstößen ein Bußgeld von mindestens 75 Euro verhängt werden. Die Erholungssuchenden bittet die Stadt, aktiv mitzuwirken.

Auch in Wäldern und Parks sind frei laufende Hunde eine Gefahr, gerade für den Nachwuchs von Wildtieren. Deswegen bittet der Fachbereich Grünflächen alle Hundehalter dringend darum, ihre Vierbeiner auch dort anzuleinen. „Streuner“ bringen zum Beispiel Hasen und Kaninchen, die ihre Jungen zur Welt gebracht haben, sowie Enten, Fasane und andere Bodenbrüter in Panik.

Wenn von der Leine gelassene Hunde Jungtiere und Nester aufstöbern, werden sie – selbst wenn sie nicht bissig sind und den Tieren nicht weiter gefährlich werden – zum Schock für die Tiere, die sich in diesem Zustand häufig selbst verletzen.

(City Anzeigenblatt Krefeld II)