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Frühlingsfest in Hüls
Gestutzte Kirmes, fetziges Radrennen

Breetlook-Radrennen
Breetlook-Radrennen FOTO: Samla - Müller
Hüls . Das City-Radrennen im Rahmen des Hülser Frühlingsfestes erwies sich als Magnet für Sportler und Zuschauer. Hüls erlebte flotte Tage. Von Ernst Müller

Vier Tage wollten die Hülser den Frühling eigentlich feiern. Es wurden aber nur drei. Was dem Anlass keinen Abbruch tat. Denn die Kirmes, die eigentlich von Donnerstag bis Montag geöffnet haben sollte, hatte sich ganz auf die Kinder fokussiert.

Zwei Kinderkarussells drehten auf dem Kirmesplatz ihre Runden, umgeben von Buden verschiedener Unterhaltungen. Der traditionelle Autoscooter fehlte, ebenso eine Raupe oder sonstige Attraktionen für reifere Kirmesgäste. Der Autoscooter hatte nach Aussage von Bezirksvorsteher Hans Butzen keine TÜV-Zulassung erhalten. Für die anderen "Erwachsenen"-Fahrgeschäfte bietet die Hülser Kirmes offenbar nicht genügend Zulauf.


Zum Highlight geriet dafür das Breetlook-City-Radrennen am Samstagnachmittag. Die Außengastronomien an der Cyriakus-Kirche waren brechend voll, und auch der Wein-und Feinmarkt zog das Publikum an.


Das Radrennen erwies sich wieder als eine gelungene Mischung aus Leistungssport und Unterhaltung.


Die schönsten Szenen boten sicherlich die wackeren Kinder, die beim Fette-Reifen-Rennen gegen 15 Uhr mit ihren kleinen Rädern munter die Rennstrecke bewältigten; immer wieder angefeuert von Eltern, Großeltern und "neidischen" Klassenkameraden.


Reichlich Lokalkolorit bot das Nachbarschafts- und Firmenrennen, das um 19 Uhr startete. Mittelpunkt bildete der vierrädrige Go-Cart der Hülser Prinzenfamilie Santoriello. Prinz Karneval Sandro I. hatte auch eigens seine Narrenkappe aufgesetzt. Die mitfahrenden Karnevalisten waren in Clowns- und Nonsenskostümen gekommen. Ein wahrer Farbtupfer im Rennfeld. Die Nette Stölle Jonges waren gut mit Breetlook versorgt. Die Auszeichnung als beste Gruppe trugen am Ende die Postler davon.


Die sportliche Attraktion bildeten natürlich die eigentlichen Rennfahrer, die aus ganz Deutschland angereist waren. Um 19.30 Uhr startete das Eliterennen, während die Senioren am frühen Nachmittag das Event eröffnet hatten.


In der Summe kamen weniger Meldungen zusammen als in den Vorjahren, was mit vielen Parallelrennen in anderen Städten zu tun hat. Organisator Christian Kölker vermutet, dass sich das City-Radrennen künftig stärker lokal orientieren wird.


Bei den Kindern (Fette-Reifen-Rennen) verteilten sich die Plätze folgendermaßen:

Fette Reifen, 6-9 Jahre:
Levi Douteil Unon (Nettetal), Jonathan Güntzel (Hüls), Nevio Manca (Oberhausen), Lia Sengstock (RV Staubwolke Fischeln), Paul Baldowé (RV Staubwolke Fischeln), Leo Mann (RV Staubwolke Fischeln), Karl Thißen (Hüls), Felix Sofine (Hüls), Kilian Hoever (Hüls), Gianni Genovese (Mülheim), Giuloana Hoenen San Filippo (Hüls), Valerio Santoriello, Oskar Hohnrath (Krefeld), Mark Schoenen, Nils Schöneberg (Hüls), Christian Konen (Hüls), Jason Siefen (Hüls), Leonard Kneißl (Kempen), Svenja Frenzen (Orbroich).

Fette Reifen, 10 - 12 Jahre:
Elias Santoriello (Hüls), Niklas Tüben (Hüls), Nik Hölber (Hüls), Saskia Frenzen (Orbroich), Mohammed Hessen (Hüls).

Bei den U19-Junioren kam Erik Vranken vom Verein Staubwolke Fischeln auf den ersten Platz. Bei der Männer-C-Klasse siegte Clemens Schmidt vom Radsport Team Bockum. Jörg Mölls von RV Staubwolke Fischeln belegte bei den Senioren den sechsten Rang.
Alle anderen Bestplatzierten kommen aus auswärtigen Städten und Vereinen.