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Schorch fraglich
Wiesinger muss "Abwehrbollwerk" umbauen

Schorch fraglich: Wiesinger muss "Abwehrbollwerk" umbauen
FOTO: Samla
Krefeld. Trainer Michael Wiesinger wird kommenden Samstag beim "Highlight-Spiel" in Essen wohl abermals seine Defensive umbauen müssen, Christopher Schorch ist angeschlagen. Dennoch macht er klar: "Wir wollen mit aller Macht vorne dranbleiben!" Von Peter Reuter

 

Trainer wechseln gemeinhin ungern ihre Stammformationen, vor allem wenn es sich dabei um so ein stabiles Defensiv-Bollwerk wie das des KFC Uerdingen handelt. Nach seiner Gelbsperre kehrt Kapitän Mario Erb zwar auf den Platz zurück, dafür ist der Einsatz von Christopher Schorch mehr als fraglich. "Er hat sich mit Magen-Darm-Problemen abgemeldet. Da läuft uns jetzt natürlich ein bisschen die Zeit davon", meint Trainer Michael Wiesinger.

Für den gebürtigen Hallenser wäre Patrick Ellguth der Ersatzmann in der Viererkette,  der schon gegen Bonn seine Aufgabe zur Zufriedenheit des Trainerteams erledigte. Auch Florian Rüter, der weiter muskuläre Probleme hat, und Tanju Öztürk sind fraglich. Letzterer wird wohl morgen wieder ins Training einsteigen.

"Am Anfang sind wir verschont geblieben, in den letzten Wochen haben wir nun diese personelle Situation. Wir haben aber schon bewiesen, dass wir gut damit zurechtkommen. Unser Team ist stabil, auch am Samstag", kündigt Wiesinger an.

Dann trifft seine Elf an der Hafenstraße auf Rot-Weiß Essen. Ein Team, das seiner möglichen Leistungsfähigkeit und den Klub-Ansprüchen hinterherläuft. "Die werden von Anfang an Druck aufbauen, da erwarte ich, dass da was kommt. Auch wenn sie nur 13. sind, sind sie ein gutes Team. Es steht mir aber nicht zu zu bewerten, warum sie bisher nicht mehr Punkte geholt haben", stellt der Bayer klar.

Bereits im Hinspiel lieferte RWE eine engagierte Leistung ab, führte zweimal in der Grotenburg, musste dann aber doch den späten, aber verdienten Ausgleich hinnehmen. "Das Spiel hätten wir in den letzten Minuten auch noch gewinnen können. Auch Samstag wird es sicher sehr eng werden", vermutet der Uerdinger Trainer, der um die Qualitäten der RWE-Spieler wie Platzek, Bednarski, Baier oder Pröger weiß.

Dem wollen die Blau-Roten mit einer besseren Chancenverwertung als zuletzt entgegentreten. "Ein 3:0 hätte sicher mal den Knoten geöffnet. Die Jungs machen sich ja ebenfalls Gedanken darum, warum sie die Chancen nicht nutzen, die sie sich regelmäßig erspielen. Aber das besser zu machen, ist sicher auch ein weiterer Schritt in unserer Entwicklung, den wir machen müssen", meint Wiesinger.

"Hoffentlich schon übermorgen", dürften sich die KFC-Fans denken, die ihr Team wohl zahlreich begleiten werden. Ein Sonderzug wird eingesetzt, der Verein kalkuliert mit 600-700 Anhängern im Gästeblock. Vielleicht werden es ja auch mehr.

INFO: Am heutigen Donnerstag veranstaltet der Supporters Club nochmals einen Sonderverkauf in der Grotenburg. Die Tickets gibt es zwischen 17 und 20 Uhr, sie berechtigen zur Hin- und Rückfahrt mit allen VRR-Verkehrsmitteln.