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KFC-Trainer Wiesinger bleibt gelassen
„Vergleich mit Viktoria bringt nichts“

KFC-Trainer Wiesinger bleibt gelassen: „Vergleich mit Viktoria bringt nichts“
FOTO: Samla
Krefeld. Mit einem stattlichen 5:1 setzte sich Viktoria Köln an die Spitze der Regionalliga. Kein Grund für Michael Wiesinger, Trainer des KFC Uerdingen, in Panik zu verfallen. Dennoch weiß er, an welchen Schrauben er drehen muss Von Peter Reuter

 

5:1 stand es am Ende im Sportpark Höhenberg. Die Viktoria aus Köln hatte am vergangenen Sonntag nicht nur die einzige Partie des Spieltages absolviert, sondern dabei auch ein dickes Ausrufezeichen hinter die eigenen Aufstiegsambitionen gesetzt.

Doch die direkte Konkurrenz erstarrt nicht in Ehrfurcht, sondern sieht den Kantersieg gelassen. "Wir haben das beobachtet und registriert, überrascht hat es uns nicht. Wir sind aber gut beraten uns auf uns zu fokussieren, alles andere lenkt nur ab", sagt KFC-Trainer Michael Wiesinger, der diese Marschrichtung auch an seine Spieler ausgegeben hat.

"Es wäre ein Fehler uns mit Viktoria zu vergleichen. Wir sind keine Mannschaft, die einen Gegner mal so eben abschießt, sondern sich das 90 Minuten erarbeiten muss", ist sich Wiesinger, der die volle Konzentration auf die nächsten Aufgaben lenkt, sicher.

Am Samstag kommt der SC Verl, Dienstag muss sein Team bei Rot-Weiß Essen ran. "Vielleicht wäre es einfacher gewesen nach dem Winter in zwei Heimspielen gegen Wegberg und Rhynern zu starten, jetzt kommen direkt die starken Gegner, da ist Volldampf angesagt."

Mit Erb fehlte die defensive Schaltzentrale

Zuletzt konnten er und sein Team die erneute Zwangspause zumindest mit einem Testspiel beim 1. FC Köln II, das 1:2 verloren ging, auffangen. Dort fehlte, wie auch schon gegen Wattenscheid, Kapitän Mario Erb, so etwas wie die defensive Schaltzentrale und der Mann für die richtige Balance der Blau-Roten.

In beiden Partien machte die Abwehr prompt nicht den besten Eindruck. "Wir haben erneut die Sorgfalt etwas vermissen lassen und müssen wieder das Gefühl in uns haben und ausstrahlen, dass es unheimlich schwer ist, gegen uns ein Tor zu erzielen. Das hat uns bisher ausgezeichnet", so der Coach, der Samstag gegen Verl (14 Uhr, Grotenburg) wohl aber wieder auf Erb (er war erkältet) zurückgreifen kann.

Ob Florian Rüter bis dahin fit wird, ist fraglich. Ihn plagen nach dem Testspiel auf Kölner Kunstrasen Knieprobleme. Derweil sieht es bei Christian Müller gut aus, weiß Wiesinger zu berichten. "Da halte ich mich mit Prognosen zurück, aber er ist im Aufbau und macht einen positiven Eindruck."