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Sturm: "Deutschland Cup ist mein persönliches Geschenk"

Vor dem Start des Deutschland Cup
Vor dem Start des Deutschland Cup FOTO: Samla
Krefeld. Am Donnerstag startet im Krefelder König Palast der Deutschland Cup 2018. Das DEB-Team will im Auftaktspiel gegen Russland (19 Uhr) Revanche für die Final-Niederlage bei den Olympischen Spielen nehmen. Es ist das letzte Turnier für den scheidenden Bundestrainer Marco Sturm. Von den Pinguinen mischt Stürmer Daniel Pietta mit. Von Jörg Zellen

 

Die Vorfreude ist allen Beteiligten anzumerken. Vor dem Start des Deutschland Cup in Krefeld herrscht im Lager des Deutschen Eishockey Bundes (DEB) rege Betriebsamkeit. Am Mittwoch lud der DEB zur Eröffnungs-Pressekonferenz ins Mercure Tagungs & Landhotel Krefeld. Genauer gesagt in den Tagungsraum "Teamwork".

Ein wohl ausgesuchter Ort für das Treffen mit den zahlreich angereisten Medienvertretern. Das Interesse war riesig. Der Raum platzte nahezu aus allen Nähten. Kein Wunder, war es doch die erste Möglichkeit Stellungnahmen einzufangen seit der Meldung, dass Bundestrainer Marco Sturm in die NHL wechselt. 

"Leicht war die Entscheidung nicht, denn wir sind bei der Nationalmannschaft zu einer echten Familien zusammengewachsen", sagte der scheidende General Manager und Nationalcoach, der den Deutschland Cup zum Abschied nutzen möchte und ihn "als mein persönliches Geschenk" bezeichnete. Bereits am Montag wird er gen Los Angeles fliegen, wo er dann als Co-Trainer die LA Kings mittrainieren wird. 

Die Tage in Krefeld werde er jedoch so angehen wie immer. Sturm möchte in seinem vorerst letzten Turnier hinter der DEB-Bande das Maximum erreichen. Ein wenig Wehmut war ihm bei aller Vorfreude auf die neuen Aufgaben dennoch anzumerken. "Der DEB und ganz besonders Präsident Franz Reindl haben mir 2015 das Vertrauen geschenkt. Ich habe ihnen viel zu verdanken."

Nach dem Sensations-Erfolg in Pyeongchang habe sich sein Leben jedoch verändert. "Das Interesse an meiner Person wuchs ständig." Der Anruf der LA Kings habe ihn dennoch überrascht. Er sei dankbar dafür, dass der DEB ihm die Freigabe erteilte.

Am Mittwoch Nachmittag trifft sich das Nationalteam zum ersten Training im König Palast. In seiner Heimstätte möchte Pinguine-Stürmer Daniel Pietta im Trikot mit dem Adler auf der Brust überzeugen.

"Ich freue mich riesig darauf, vor meiner Familie und Freunden im Deutschland-Trikot aufzulaufen", sagte "Pietzi", dessen Sohn Henry am Donnerstag gegen Russland natürlich ebenfalls das schwarz-rot-goldene Jersey überziehen wird, um seinen Papa zu unterstützen.