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Pinguine: Hoffnung auf Veränderung

Pinguine: Hoffnung auf Veränderung
FOTO: Samla
Krefeld. Nach einer enttäuschenden Saison wollen die Krefeld Pinguine in dieser Woche die personellen Weichen für die kommende Spielzeit stellen. Fakt ist: Das Gesicht der Mannschaft wird sich verändern. Ein Fragezeichen steht hinter dem Verbleib von Cheftrainer Rick Adduono.
 
Von Jörg Zellen

Der Frust über eine letztlich verkorkste Saison ist heruntergespült. Nach der 3:7-Derbyklatsche zum Saisonausklang bei der Düsseldorfer EG trafen sich die verbleibenden Spieler der Pinguine am Sonntagabend noch in der Krefelder City, um das Erlebte gemeinsam bei ein paar kühlen Getränken Revue passieren zu lassen.

Einfach so abhaken kann diese Spielzeit wohl niemand im Lager der Schwarz-Gelben. Zum zweiten Mal in Folge verabschiedeten sich die Krefelder als Tabellenletzter in die Sommerpause. Das ausgegebene Saisonziel "Pre-Play-offs" wurde abermals deutlich verfehlt.

Und dies ist nicht alleine durch das unglaubliche Verletzungspech oder den tatsächlich wirren Spielplan zu erklären. Fakt ist: Die Qualität des Kaders war letztlich nicht ausreichend und folglich ausschlaggebend für das Scheitern nach der Hauptrunde.

Normalerweise greifen in solchen Fällen die klassischen Mechanismen des Sports. Und so sieht es, Stand vom Dienstag, auch jetzt aus. Allem Anschein nach werden sich die Pinguine von einer Vielzahl ihrer Spieler trennen. Als sicher gilt, dass Mikko Vainonen und Martin Ness die Westparkstraße verlassen werden. Auch im Fall von Kevin Ordendorz und Markus Nordlund stehen die Zeichen auf Abschied. Schon länger bekannt ist, dass Justin Feser gen Bremerhaven weiterziehen wird, wo er einen deutschen Pass erhält.

Weiterhin interessiert sein sollen die Pinguine an einer Fortführung der Zusammenarbeit mit Kurt Davis, Greger Hanson, Jordan Caron und Dragan Umicevic. Auch Tim Miller, Mike Mieszkowski und Christoph Gawlik sollen bleiben. Letztlich dürfte bei allen Personalfragen finanzabhängig entschieden werden. Am Donnerstag wollen sich die Pinguine, allen voran Sportdirektor Matthias Roos zur weiteren Entwicklung äußern.

Ein Thema wird dann sicherlich auch die Besetzung des Cheftrainer-Postens sein. Nach Informationen unserer Zeitung sollen die Pinguine großes Interesse an einem schwedischen Coach gehabt haben. Dieser erteilte den Krefeldern jedoch eine Absage.

Ob nun doch weiterhin Rick Adduono hinter der Bande stehen wird, ist noch offen. Die Worte des sympathischen Kanadiers in der Pressekonferenz nach dem Derby am Sonntag klangen allerdings fast schon wie ein vorzeitiger Abschiedsgruß.