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KFC will Samstag die Löwen zähmen - sonst wird es eng

KFC will Samstag die Löwen zähmen - sonst wird es eng
Uerdingens Neuzugang Adam Matuszczyk (Mitte) fehlt noch die Spielgenehmigung. Hingegen wird Stefan Aigner (r.) gegen seinen alten Arbeitgeber, laut Meier, definitiv auflaufen. FOTO: Stefan Brauer
Krefeld . Drei Tage lang konnte KFC-Trainer Norbert Meier nun nicht nur sein Team, sondern auch die Rahmenbedingungen bei seinem neuen Klub kennen lernen dürfen - und nimmt es locker. "Das warme Wasser ist ausgefallen. Da wird der Schniedelwutz halt mal kalt geduscht."  Übermorgen folgt der erste Prüfstein, dann erwarten die Blau-Roten 1860 München in der MSV-Arena. Von Peter Reuter

 

Es ist bei Weitem nicht alles so, wie sich das ein Trainer eines ambitionierten Drittligisten mit Anspruch auf Liga zwei  vorstellt. Doch das ist nichts Neues für die Fans des KFC Uerdingen - und auch nicht für Norbert Meier, der seit Montag offiziell neuer Coach der Blau-Roten ist. "Ich wusste das ja vorher. Jetzt ist uns zum Beispiel das warme Wasser ausgefallen. Da wird der Schiedelwutz eben mal kalt geduscht. Das sind alles Nebenkriegsschauplätze, mit denen wir uns hier nicht ständig beschäftigen sollten", ist sich der 60-Jährige sicher.

Auf das Wesentliche konzentrieren, so lautete die Devise in den ersten drei Tagen seines neuen Jobs. Schließlich hat nicht nur der Trainer, sondern auch der Klub keine Zeit zu verlieren. "In der Hinrunde kann man noch viel gutmachen. Aber jetzt brauchen die Teams jeden Punkt, egal in welchem Tabellendrittel sie gerade stehen. Und rein von der Optik, also dem Blick auf die Tabelle und den Nachholspielen der anderen Teams, sieht das eben nicht so gut aus", stellte Meier ehrlich fest.

Selbstvertrauen tanken und kompakt auftreten

Dass sich das schleunigst ändert und der KFC  nicht den Anschluss an die Spitzenplätze verliert, daran arbeitet der Dülkener akribisch. Er will dem Team eine bessere Ordnung verpassen, verlangt Kompaktheit im defensiven und offensiven Spiel und er will den Spielern ihr Selbstvertrauen zurückgeben. "Gerade so eine Partie wie in Meppen kratzt am Selbstbewusstsein. Doch wie in jeder Firma, sollen auch die Jungs Spaß an ihrer Arbeit haben. Dafür sorgen wir - natürlich nicht ohne hart zu arbeiten."

Dennoch wolle er jetzt nicht alles umschmeißen, was vorher gewesen ist. "Das geht nicht nach so einer kurzen Zeit, das ist ein Prozess. Die Spieler brauchen ja auch eine gewisse Sicherheit." Dennoch darf man gespannt sein, wen er am Samstag gegen 1860 München auf den Platz schickt und wie seine Elf auftritt. Dabei ist allerdings sein Improvisationstalent gefragt.

Denn zu den Langzeitausfällen gesellt sich erneut Dennis Daube (Patellasehne). Auch die Maske von Mario Erb (Nasenbeinbruch) wird gerade noch fertiggestellt, ohne wird er nicht auflaufen. Und dann sind da ja noch die Neuzugänge.

Spielgenehmigungen fehlen noch

"Von Lukimya und Matuszczyk fehlen immer noch die Spielgenehmigungen. Wir wollen hoffen, dass Lukimya kein zweiter Modeste-Fall wird", sagt Meier. Der Stürmer war bereits Mitte November aus China nach Köln zurückgekehrt, seine Spielgenehmigung liegt aber immer noch nicht vor.

Klar ist auf jeden Fall, dass Stefan Aigner gegen seinen alten Arbeitgeber auflaufen wird. "Ja, er wird spielen", offenbart Meier. "Aber wo, das verrate ich nicht." Er wartet noch die letzten Trainingseinheiten ab, um dann seine Elf zu finden, die er am Samstag gegen die "Löwen" ins Rennen schickt. 

"Was Sechzig angeht, tappen wir noch ein bisschen im Dunkeln, weil sie in dieser Saison schon, was Taktik und Aufstellung angeht,  sehr variabel aufgetreten sind. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Arbeit machen und jeder seine Aufgaben erfüllt."

INFO Gespielt wird am kommenden Samstag um 14 Uhr in der MSV-Arena. Tickets für das Spiel gibt es im Mediencenter auf der Rheinstraße 76 in Krefeld oder online unter www.kfc-online.de.

ÜBRIGENS In der Zwischenzeit hat Norbert Meier auch mit Ex-Trainer Stefan Krämer gesprochen. "Er hat mich angerufen. Wir verstehen uns ja gut und kennen uns schon lange. Da ging es nicht darum schmutzige Wäsche zu waschen, sondern das war ein sehr angenehmer Austausch."