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KFC muss jeden Sieg hart erkämpfen

KFC muss jeden Sieg hart erkämpfen
FOTO: Samla
Krefeld. Mit enormem Einsatzwillen und Kampfkraft machte Rot-Weiß Oberhausen dem KFC Uerdingen am Sonntag vor, wie man bei diesen schwierigen Witterungs- und Platzverhältnissen erfolgreich ein "Alles-oder-nichts-Spiel" gestaltet. Die Blau-Roten wollen und müssen dies am Samstag im Nachholspiel gegen Wegberg besser machen
 
Von Peter Reuter


Von oben bis unten mit Matsch bedeckt: nach 90 intensiven Minuten waren die Spieler von Rot-Weiß Oberhausen gezeichnet. In den Eineinhalbstunden machten sie dem favorisierten KFC Uerdingen vor, wie man mit Einsatzwillen technische Nachteile wettmacht und einen Sieg einfährt.

Auch wenn man den Blau-Roten ihren Kampfgeist beim bitteren Pokalaus sicher nicht absprechen kann, das letzte Quentchen fehlte in den entscheidenden Momenten. "Wir haben eine gute Mannschaft und auch Qualität, aber wir müssen die Kirche im Dorf lassen, jeden Sieg müssen wir uns hart erarbeiten. Die Mentalität spreche ich meiner Mannschaft aber nie ab, die stimmt", betonte KFC-Trainer Michael Wiesinger nach der Partie.

Er hatte zuvor eben nicht nur alt bekannte Probleme im Abschluss gesehen ("da fehlte uns vorne in der Box die letzte Power"), sondern auch ungewohnte Mängel im Defensivverhalten, die ihm gar nicht schmeckten. "In der Defensive, im eins gegen eins, hat Oberhausen in einigen Situationen gezeigt, wie man die Probleme löst und waren da vielleicht etwas griffiger als wir", sprach Wiesinger den unbedingten Willen des Gegners an.

"Ich habe meinem Team schon vorher erklärt, dass die Konkurrenz uns bekämpfen wird, mit dem Messer zwischen den Zähnen. Und gegen Oberhausen war eben diese Drucksituation da. Die werden wir jetzt noch häufiger erleben. Wichtig ist, dass wir sie in Zukunft besser lösen", ist sich der Coach sicher.

Denn als Tabellenzweiter und Aufstiegskandidat werden sich noch einige Gegner am KFC definieren und mit allem was sie haben verteidigen. "In den entscheidenden Situationen müssen wir anders reagieren, wir dürfen nicht so viele Bälle unnötig hergeben, müssen cleverer und ruhiger sein", so Wiesinger.


Eine Änderung der Spielphilosophie wird es aber nicht geben. "Natürlich gab es Kritik, die muss man sachlich einordnen. Aber wir stellen jetzt nicht alles in Frage, sondern verfolgen weiter unseren Plan", meint der Trainer und kündigt an: "Wir müssen im Zweikampf insgesamt giftiger und cleverer sein. Hier muss die Denke reinkommen, dass jeder Zweikampf der letzte sein könnte."

FOTO: Samla


Man darf gespannt sein, wie Wiesingers Team die Vorgaben umsetzt. Denn am kommenden Wochenende ist zwar "nur" der Aufsteiger FC Wegberg-Beeck zu Gast, die Mühlenstädter hatten den Blau-Roten aber schon im Hinspiel das Leben schwerer gemacht, als erwartet. Es wäre das erste Meisterschaftsspiel im Jahr 2018 - fraglich ob der Grotenburg-Rasen die Austragung am Samstag (17 Uhr) zulässt.