| 17.29 Uhr

1:1 gegen Verl
KFC lässt Federn im Aufstiegskampf

Verl machte dem KFC oft das Leben schwer
Verl machte dem KFC oft das Leben schwer FOTO: Samla
Krefeld. 1:1, aber doch irgendwie verloren - so sah heute die Gefühlslage beim KFC Uerdingen aus, der gegen biedere Verler nicht über ein Unentschieden hinauskam. So droht der Aufstiegszug ohne die Blau-Roten abzufahren Von Peter Reuter

 

Die Winterpause und Spielausfälle haben dem KFC Uerdingen nicht gutgetan. Nach dem 3:3 in Wattenscheid reichte es auch gestern im Heimspiel gegen Verl nur zu einem dürftigen 1:1.

Vor allem in der Offensive ließen die Blau Roten vor nur 1229 Zuschauern in der Grotenburg erneut die nötige Aggressivität und Kreativität vermissen. "Es ist ein enttäuschendes Ergebnis, weil wir uns viel vorgenommen hatten. Aber wir waren nicht da, nicht wach, sind zu viel hinterhergelaufen. Dann ist es schwer zu Hause sein Spiel aufzuziehen", resümierte KFC-Trainer Michael Wiesinger nach intensiven 90 Minuten.

Es war bezeichnend für die gesamte Leistung in der ersten Hälfte, dass der junge Offensivmann Endres bereits in der 36. Minute ausgewechselt wurde. Beim KFC lief schlicht nichts zusammen. "Das tut mir Leid für ihn, aber wir mussten etwas justieren", erklärte Wiesinger, dessen Team danach etwas besser in die Partie kam.

Nur hatte man da zwischenzeitlich schon das 0:1 kassiert. Maier (17.) durfte im Strafraum einschieben, weil sich zuvor Bittroff austanzen ließ.

Mit Pfiffen in die Kabine begleitet, wollte es der KFC in Halbzeit zwei scheinbar besser machen. Eine kurze Druckphase nutzten die Blau Roten zum Ausgleich. Kefkir hatte aus 18 Metern abgezogen. Den Abpraller von Gästetorwart Brüseke nutzte Musculus (49.) für sein siebtes Saisontor.

Musculus hatte den Sieg auf dem Fuß

Doch es war nur ein kurzes Aufbäumen. Verl spielte weiter clever, ließ sich viel Zeit und hätte durch Vollath abermals in Führung gehen können: der Uerdinger Keeper vertändelte an der Strafraumgrenze den Ball, doch Verls Hecker zielte zu hoch.

Es war kein Hallo-wach-Effekt: Das Angriffsspiel des Wiesinger-Teams basierte auch danach zu oft auf dem Zufallsprinzip, bei dem sich Beister und Musculus hervortaten - sie waren noch die Agilsten.

Letzterer hätte kurz vor Abpfiff noch den Doppelpack schnüren können, als er in der Nachspielzeit alleine auf des Gegners Tor zulief. Doch sein Schuss strich über die Latte.

"Einige Spieler gehen anscheinend nicht so einfach mit der Drucksituation um, wir müssen uns auf uns besinnen und die Leichtigkeit zurückgewinnen", forderte Wiesinger. Schon am Dienstag kann es sein Team beim Spiel in Essen besser machen.

Aufstellung KFC Uerdingen: Vollath, Dorda, Erb, Schorch, Bittroff, Holldack, Öztürk (72. Ellguth), Beister, Endres (36. Chessa), Kefkir (79. Dörfler), Musculus