| 16.19 Uhr

4:0
KFC eilt mit großen Schritten Richtung Meisterschaft

Der KFC lässt die Grotenburg beben
Der KFC lässt die Grotenburg beben FOTO: Lothar Strücken
Krefeld. "Meisterlich" war das, was der KFC Uerdingen heute den 6162 Zuschauern in der Grotenburg bot. Gegen den Wuppertaler SV gewann die Krämer-Elf deutlich mit 4:0 Von Peter Reuter

 

Der Traum vom direkten Durchmarsch lebt beim KFC Uerdingen weiter. Auch im heutigen Duell mit dem Wuppertaler SV war der Aufsteiger nicht zu schlagen und verteidigte mit dem 4:0-Sieg souverän die Tabellenspitze und behält im Zweikampf mit Viktoria Köln, die ihrerseits 1:0 bei Schlusslicht Rhynern gewann, die Nase vorn.

Die Partie in der Grotenburg begann vor 6162 Zuschauern, davon gut 500 Gästefans, allerdings mit einer Schrecksekunde: nach einem Zweikampf mit Wuppertals Kramer musste Uerdingens Kapitän Mario Erb behandelt werden und verließ benommen den Platz.

Kurz darauf kehrte er zurück und sah gleich die erste gute Gelegenheit seines Teams. Christopher Schorchs Kopfball (8.) strich nur knapp am Pfosten vorbei. Nachdem sich beide Mannschaften in der Folge größtenteils neutralisierten und sich viele Zweikämpfe im Mittelfeld lieferten, dauerte es bis zur 21. Minute, ehe die Grotenburg zum ersten Mal bebte.

Praktisch aus dem Nichts kombinierten sich die Blau-Roten über Müller (der sich dabei verletzte, wahrscheinlich ein Muskelbündelriss) in den Strafraum, wo Musculus für Beister auflegen konnte, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste. Der Stürmer erzielte damit sein 10. Saisontor und sorgte für die wichtige Führung gegen einen unangenehmen Gegner.

Erb musste verletzt raus - Saisonende

Denn der WSV konnte zwar nicht spielerisch überzeugen, setzte dafür umso mehr auf Zweikampfhärte. Die bekam abermals Mario Erb zu spüren, bis dahin neben Tanju Öztürk bester Mann auf dem Platz. Der Abwehrchef musste einem unfairen Kopfballduell - Kramer setzte den Ellenbogen ein - Tribut zollen (39.).

Erb wurde auf schnellstem Wege ins Krankenhaus gebracht, um am Kiefer operiert zu werden. "Es ist wohl kompliziert. In der Halbzeit haben sich alle eingeschworen, dass sie das Spiel für die beiden gewinnen wollen", erklärte Krämer. Für Erb reihte sich Patrick Ellguth in die Viererkette ein.

Nach der Pause verflachte das Spiel zusehends, Wuppertal bekam mehr Spielanteile, wusste aber nicht so recht etwas damit anzufangen. Genau im richtigen Zeitpunkt schlugen die Blau-Roten dann zum zweiten Mal zu. Einen Eckball verwertete Tanju Öztürk zum 2:0 und nahm den KFC-Fans die Anspannung.

KFC-Fans in Feierstimmung

Uerdingens Trainer Krämer reagierte sofort und brachte für Beister Defensivmann Schwertfeger, um das Ergebnis kontrolliert über die Zeit zu bringen. Das gelang, denn nun ließ Wuppertal die letzte Konsequenz vermissen, Uerdingen hätte durch Holldacks Schuss aus gut 15 Metern sogar noch auf 3:0 stellen können.

Das tat dann Musculus (82.) per Elfmeter, weil er selbst zuvor von Gäste-Torhüter Wickl unfair gestoppt wurde. Krempicki vollendete einen Konter dann erfolgreich zum 4:0 Endstand.

Danach war für die KFC-Fans feiern angesagt, die sich schon auf das letzte Saisonspiel in Wiedenbrück einstimmten (Sonntag, 13. Mai, 14 Uhr), wo die Blau-Roten die Meisterschaft und damit die Qualifikation für die Aufstiegsrelegation endgültig perfekt machen können. 

"Dort wollen wir die Meisterschaft perfekt machen. Wir haben jetzt neunmal in Folge gewonnen, warum dann nicht auch zehnmal hintereinander", so ein selbstbewußter Stefan Krämer.

Die Fakten:

KFC: Vollath - Dorda, Erb (39. Ellguth), Schorch, Bittroff -Öztürk, Krempicki, Müller (26. Holldack), Kefkir, Beister (63. Schwertfeger), Musculus

Tore: 1:0 Beister, 2:0 Öztürk, 3:0 Musculus, 4:0 Krempicki

Zuschauer: 6162