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Harte Wochen für Rick Adduono

Harte Wochen für Rick Adduono
FOTO: Samla
Krefeld. Die Sportliche Führung der Krefeld Pinguine bastelt weiter fleißig am Kader für die neue DEL-Spielzeit. Trainer Rick Adduono kehrt voraussichtlich am Montag zurück in seine kanadische Heimat. Von Jörg Zellen

 

Harte Wochen liegen hinter Rick Adduono. Der Cheftrainer der Krefeld Pinguine wirkt angeschlagen, als er am Montag die Geschäftsstelle betritt. Der ansonsten stets gut gelaunte Kanadier musste innerhalb kürzester Zeit zwei schwere Verluste hinnehmen. "Erst ist meine Mutter gestorben, dann mein jüngerer Bruder Peter", sagt der 62-Jährige mit beschlagener Stimme. Seine Augen sind feucht.

Dann aber berichtet der Eishockey-Fachmann davon, wie neugierig und aufgeweckt seine Mutter war. Und dass sein Bruder das Familienunternehmen "Adduonos Sheet Metal & Heating LTD" zum lokalen Marktführer ausbaute. Die Erinnerungen zaubern ein Lächeln ins Gesicht des Pinguine-Trainers, der voraussichtlich am Montag in seine Heimat zurückkehrt.

Das familiäre Schicksal hielt Rick Adduono zuletzt nicht davon ab, eifrig zu scouten. Gemeinsam mit dem Sportlichen Leiter Matthias Roos schaute er sich Weltmeisterschaftsspiele in Paris und Köln an. "Die restliche Zeit telefoniere ich mit Trainern, Agenten und Scouts. Unsere Kandidatenliste umfasst mehr als 200 Spieler. Aber natürlich können wir uns nur die wenigsten leisten. Es ist halt alles eine Frage des Budgets", so Adduono.

Doch von dieser Herausforderung lässt sich der Kanadier nicht abschrecken. "Wir müssen besser werden, die Defensive verstärken und eine gute zwei Sturmreihe aufbauen. Und sollten Daniel Pietta, Dragan Umicevic und Marcel Müller zusammen in einer Formation spielen, dann müssen sie die beste Reihe der Liga sein. Sie müssen die Mannschaft zum Erfolg führen", fordert der Trainer, der sich nun kämpferisch gibt. "Ein hartes Stück Arbeit wartet auf uns, aber wir sind bereit."

Übrigens: Offiziell vorgestellt wurde am Montag auch Co-Trainer Marian Bazany, der auch das Sommertraining der Pinguine leitet. "Ich wusste, dass in Krefeld alles eine Nummer kleiner ist als in Berlin, aber ich fühle mich hier sehr wohl und habe hier Menschen getroffen mit denen es Spaß macht zusammenzuarbeiten."