| 21.51 Uhr

Nach 0:2 noch 2:2 bei RWE
Dieses Unentschieden lässt den KFC jubeln

Großer Jubel beim KFC: Spät fällt das 2:2 bei RWE
Großer Jubel beim KFC: Spät fällt das 2:2 bei RWE FOTO: Samla
Essen. Erst in der Nachspielzeit brachte Johannes Dörfler die Erlösung für den KFC Uerdingen. Nach einem 0:2 Rückstand bei Rot-Weiß Essen glichen die Blau-Roten noch zum 2:2 aus.  Von Peter Reuter

 

Das Duell der "Enttäuschten" konnte der KFC Uerdingen heute Abend zwar nicht gewinnen, rettete sich aber kurz vor Schluss noch zu einem Punkt. Bei Rot-Weiß Essen reichte es nach einem 0:2-Rückstand vor 6587 Zuschauern, darunter gut 500-600 Uerdinger Fans, noch zu einem 2:2.

Hatte sich das 1:1 der Blau-Roten gegen Verl noch wie eine Niederlage angefühlt, so war der heutige Jubel nach dem neuerlichen Unentschieden bei den Blau-Roten hingegen groß.

Beide Teams strotzten nach den vergangenen Wochen nicht gerade vor Selbstbewusstsein. Auch deshalb wechselte Uerdingens Trainer Wiesinger im Vergleich zum Verl-Spiel gleich fünfmal, vor allem Dörfler und Chessa machten nicht nur in den ersten Minuten Dampf.

Doch die Gastgeber hatten die unverhoffte Antwort auf die gute Uerdinger Anfangsphase parat: ein satter Schuss von Baier (9.) fand den Weg aus 20 Metern links oben ins Eck. Keine Chance für Vollath bei diesem Gegentor. Im Gegenzug hätte Bittroff egalisieren können, doch sein Schuss wurde von Essens Keeper Heller geklärt.

Damit bestimmte fortan RWE das Geschehen, hatte die besseren Szenen - auch wenn man dem KFC seine Bemühungen nicht absprechen konnte. Die wären kurz vor der Pause fast noch belohnt worden, doch Dörflers (41.) Schuss strich knapp am Pfosten vorbei.

Hälfte zwei begann weniger druckvoll als erwartet, beide Teams neutralisierten sich größtenteils im Mittelfeld. Erst ein Volleyschuss von Lucas Musculus (63.) aus rund zehn Metern, auf Vorlage von Dörfler, nötigte dem Essener Keeper Heller eine starke Parade ab.

Die Zeit lief dem KFC weiter davon, dem es über weite Strecken nicht gelang durchaus schlagbare Essener dauerhaft unter Druck zu setzen. Vor allem als Grund (73.) einen Freistoß aus 20 Metern direkt in die Maschen setzte, schien der Bann bei den Gästen gebrochen zu sein.

Doch dann wurde es kurz vor Schluss noch hektisch. Der eingewechselte Beister (90.) war es, der mit seinem ersten Meisterschaftstor den Anschlusstreffer erzielte und Essen ins Schwimmen brachte.

Nur eine Minute später krönte Dörfler, dank der Schläfrigkeit der Gastgeber-Defensive, seine gute Leistung mit dem nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich.