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"Essbare Stadt"
Pflücken erlaubt statt Betreten verboten

"Essbare Stadt": Pflücken erlaubt statt Betreten verboten
FOTO: Rita Köhler / pixelio.de
Kempen. In öffentlichen Blumenbeeten Tomaten, Zucchini und Gurken ernten, an einer Obstbaumallee Pflaumen und Äpfel pflücken: Die "essbare Stadt" findet immer mehr Freunde.

 

Seit rund acht Jahren folgen immer mehr Kommunen dem Vorbild der rheinland-pfälzischen Stadt Andernach und gestalten ihre Grünflächen unter dem Motto "Pflücken erlaubt statt Betreten verboten" mit Nutzpflanzen, die frei geerntet werden können.

Auch wenn nicht allen die "essbare Stadt" schmeckt, finden mittlerweile – nicht zuletzt aus Kostengründen – die damit verbundenen Konzepte "Urban Gardening" oder "Permakultur" auch unter Grünämtern ‧Anklang. Die Essbaren ‧Gemeinschaftsgärten am Klever Spoyufer oder in ‧Bedburg-Hau entwickeln sich zu wahren Attraktionen. In Köln entwirft der ‧Ernährungsrat Konzepte zur urbanen Landwirtschaft.

Im Juni 2018 will Jeyaratnam Caniceus per Ratsbeschluss die Stadt Kempen zur Umsetzung eines Konzepts "Essbare Stadt" bewegen.

Mit den Chancen und Risiken des Konzepts "Essbare Stadt" beschäftigt sich ein VHS- Abend am Freitag, 23. März, in der Kempener Burg. Was verbirgt sich dahinter? Welche Chancen haben die neuen Funktionen des Stadtgrüns in Kempen? Wo gibt es geeignetes Gelände, passende Fördermittel und wer könnte Pflege übernehmen?

Unter Leitung von Manfred Böttcher diskutieren Dr. Joachim Bauer (Grünflächenamt der Stadt Köln), Jeyaratnam Caniceus (Kempener Ratsherr), Peter Jeske (NABU Kempen) und Jürgen Ramisch (Gemeinschaftsgärten essbares Klever Land).

Der "VHS-Grenzlandgrün-Abend" beginnt am Freitag, 23. März, um 19 Uhr in der Kempener Burg. Der Eintritt ist frei, Anmeldung erforderlich bis 15. März mit Veranstaltungs-Nr. L747465 per E-Mail an vhs@kreis-viersen.de  oder unter Tel. 02162 / 93480.

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