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Verfolgungsjagd endet mit Crash
Flüchtiger Autodieb rammt mehrere Pkw

Verfolgungsjagd endet mit Crash: Flüchtiger Autodieb rammt mehrere Pkw
FOTO: privat
Kempen. Ein von der Polizei gesuchter 32-Jähriger hat sich gestern in  einem gestohlenen Mercedes C230 eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Sie endete mit einem Crash auf dem Parkplatz eines Kempener Autohauses (wir berichteten gestern aktuell).

Nun hat die Polizei Details zu dem Fall bekannt gegeben. Einer Streife war der Wagen aufgefallen, als er in den Niederlanden über eine rote Ampel fuhr und anschließend über die Autobahn A 40 ins Bundesgebiet fuhr.

Die Beamten folgten dem Auto mit Blaulicht und Anhaltesignal "Stopp Polizei". Der Fahrer flüchtete mit hoher Geschwindigkeit den Niederrhein entlng. Die Kennzeichenüberprüfung ergab, dass das Auto mit Frankfurter Kennzeichen am 10. Juni  gestohlen worden war.

Der Mercedesfahrer fuhr an der Anschlussstelle Kerken von der Autobahn ab und flüchtete über die Bundesstraße 9 nach Kempen.

Hier verursachte der Flüchtige an einer Ampel einen Unfall, bei dem er zwei Autos touchierte. Zum Verhängnis wurde dem Fahrer schließlich ein geschlossener Bahnübergang. Er wendete über das Gelände einer Tankstelle.

Hierbei kam es zur Kollision mit dem Streifenwagen. Im weiteren Verlauf wurde das Fluchtfahrzeug aufgrund hoher Geschwindigkeit aus einer Kurve getragen und prallte gegen einen Bordstein.

Das stark beschädigte Fahrzeug fuhr dann auf ein parkendes Auto auf dem Gebrauchtwagenparkplatz des Autohauses Tendyck in Kempen auf. Dabei wurden zwei weitere Fahrzeugen ineinandergeschoben.

Die Beamten konnten den Fahrer, einen Iraner, festnehmen. Er trug ein Springmesser in der Hosentasche. Im Auto befanden sich zwei weitere Messer sowie ein Päckchen mit sechs Ampullen Steroide.

Im Kofferraum befanden sich weitere gestohlene Kennzeichen. Der Iraner wurde vom Amtsgericht Zeven wegen Urkundenfälschung und Fahren ohne Fahrerlaubnis gesucht. Er muss 1500 Euro Geldstrafe bezahlen oder 60 Tage in Haft. Gegen den Mann lagen vier Aufenthaltsermittlungen  vor Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kreispolizeibehörde Viersen geführt und dauern derzeit an. Der entstandene Sachschaden liegt bei mindestens 30.000 Euro.

 

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