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Kempener Stadtoriginal
Eine Geburtstagstorte für Ferdi

Kempener Stadtoriginal: Eine Geburtstagstorte für Ferdi
Ferdi schneidet die Geburtstagstorte an. Konditormeister Manfred Oomen, der den Kuchen für das Original gebacken hat, Jürgen Brockmeyer (Geschäftsführer der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist) und Ferdis Großcousin Wolfgang Güldner schauen aufmerksam zu. FOTO: Axel Küppers
Kempen. Jeder kennt ihn als Kempener Stadtoriginal: Ferdi Küsters feierte jetzt seinen 80. Geburtstag im Von-Broichhausen-Stift.

Jürgen Brockmeyer, Geschäftsführer der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, gratulierte Ferdi am vergangenen Sonntag in aller Frühe als erster, bevor halb Kempen in dem Seniorenheim am Heyerdrink Ferdi die Hand schütteln wollte. "Du bist unser Original und hast hier alles im Griff", mit diesen Worten umarmte Petra Merkens von der sozial-kulturellen Betreuung im Von-Broichhausen-Stift Ferdi. Der wohl bekannteste Kempener war sichtlich gerührt.

Im Laufe des Sonntags war es vielen Kempenern ein Anliegen, Ferdi alles Gute zu wünschen und ihn zu beschenken. Neben Bürgermeister Volker Rübo und Altbürgermeister Karl-Heinz Hermans strömten Vertreter aus Politik und Verwaltung, Vereinen und Bürgerschaft, Wirtschaft und Geschäftswelt ins Von-Broichhausen-Stift, um einen herzensguten Menschen hochleben zu lassen. Im Fähnchenmeer, Stimmengewirr und Blitzlichtgewitter drohte selbst Ferdis markante Stimme hier und da zu versagen.

"Schön, dass wir dich haben", sagte Karl-Heinz Hermans, zu dem Ferdi stets eine besonders innige Beziehung hatte. Originell war die XXL-Torte mit Ferdi-Konterfei aus Schokolade, die Konditormeister Manfred Oomen dem Original gebacken und ins Von-Broichhausen-Stift gebracht hat. Ferdi ließ es sich nicht nehmen, die Torte höchstpersönlich anzuschneiden und die Kuchenstücke zu verteilen. Das entspricht seiner großzügigen Natur, die so viele Kempener zu schätzen wissen.

Ferdi lebt seit August 2016 in dem Kempener Seniorenheim am Rande der Altstadt und wird dort fürsorglich betreut. Diese Aufgabe übernehmen auch Ferdis Cousine Hilde Güldner und ihr Ehemann Hans-Detlef, die neben dem Großcousin Wolfgang Güldner und dessen Ehefrau Veronika ebenfalls herzlich gratulierten.

Vor seiner Zeit im Von-Broichhausen-Stift lebte Ferdi alleine in der Kempener Altstadt an der Neustraße, die Mutter ist bereits 1999 gestorben. Da der Vater früh als verschollen galt, hatte Ferdi zu ihr eine besonders innige Beziehung. Aufgewachsen ist der 1937 Geborene im Kempener Süden hinter dem heutigen East-Cambridgeshire-Park.

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