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Kempener Haushalt
Die Zukunft im Blick behalten

Kempener Haushalt: Die Zukunft im Blick behalten
Das Rathaus am Buttermarkt – hier während des Weihnachtsmarktes – gehört zu den öffentlichen Gebäuden, die dringend saniert werden müssen. FOTO: Archivfoto Rottmann
Kempen. Die finanzielle Situation der Stadt Kempen ist im Vergleich zu anderen Gemeinden nicht schlecht – "aber auf Rosen gebettet sind wir auch nicht", sagt Bürgermeister Volker Rübo. Von Alexandra Rottmann



Die Thomasstadt müsse vor allem die Zukunft im Blick behalten. Denn in den kommenden Jahren gelte es vor allem, den Sanierungsrückstand bei öffentlichen Gebäuden aufzuholen, die in den 70er und 80er Jahren errichtet wurden. Sportstätten, Kitas, das Rathaus und die Begegnungsstätte St. Hubert, sie alle stehen auf der Sanierungsliste.

Laut Kämmerer Jörg Geulmann wird dazu in den nächsten zehn Jahren ein hoher zweistelliger Millionenbetrag notwendig sein, "mindestens 50 bis 60 Millionen Euro". Da helfen auch die Rekordeinnahmen bei der Gewerbesteuer nicht viel weiter, denn sie werden durch die gestiegene Kreisumlage relativiert, wie der aktuelle Haushaltsentwurf deutlich macht.

Außerdem steigen die Ausgaben in verschiedenen Bereichen, teilweise auch durch Aufgaben, die der Stadt von den Bundesbehörden übertragen werden, teils durch höhere Personalkosten. Für das Jahr 2018 rechnet die Verwaltung mit einem Defizit von rund 4 Millionen Euro.

Ob man sich vor diesem Hintergrund die Sanierung und den Unterhalt der Kempener Burg leisten kann, über deren Erwerb in Kempen immer noch diskutiert wird? Kämmerer und Bürgermeister zweifeln daran – "aber das muss die Politik entscheiden".

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