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Die neue Notaufnahme geht bald in Betrieb

Die neue Notaufnahme geht bald in Betrieb
Der zentrale Empfang der Notaufnahme. FOTO: Artemed
Kempen. Die Besucher am "Tag der offenen Tür" waren die ersten, die die neue Notaufnahme am Hospital zum Hl. Geist zu Gesicht bekamen. Nachdem letzte Arbeiten erledigt sind, kann der sanierte Bereich in Kürze in Betrieb gehen.

Helle, offene Räume, hochwertige Baumaterialen und modernste Technik: In den neu geschaffenen Räumlichkeiten im Erdgeschoss riecht es noch ganz frisch, großformatige Landschaftsaufnahmen vom Niederrhein schmücken die Wartebereiche, ein modernes Lichtkonzept sorgt für eine angenehme Atmosphäre. "Wir haben die neuen Räume vor allem aus Sicht des Patienten geplant", erklärt Artemed Geschäftsführer Dr. Clemens Guth.

Dazu gehört beispielsweise, dass die Patienten an einem großen offenen Tresen empfangen werden. Ebenfalls patientenorientiert ist das Raumkonzept, das in öffentliche und interne Bereiche unterteilt ist. Das Ziel war eine strikte Trennung zwischen schwer kranken Patienten, die sofort auf die Intensivstation weitergeleitet werden müssen, und leichteren Fällen, die in einem Wartebereich Platz nehmen.

Rund 20.000 Patienten finden sich pro Jahr in der Kempener Notaufnahme ein, Tendenz steigend. Weil es im Notfall auf jede Sekunde ankommt, wurde besonders darauf geachtet, die Wege so kurz wie möglich zu halten: "Der Schockraum liegt jetzt direkt neben der Krankenwageneinfahrt, das CT und die Röntgenabteilung sind ganz in der Nähe und unsere urologische Durchleuchtungsmaschine ist ebenfalls in die Räumlichkeiten im Erdgeschoss integriert."

Um sich die Dimension des Bauprojekts einmal vor Augen zu führen, helfen ein paar Zahlen, die der verantwortliche Architekt, Hans Georg Neuner, bilanzierend zusammen getragen hat: Die neue Notaufnahme erstreckt sich über eine Grundfläche von 2.100 Quadratmetern – das entspricht der Größe von 18 Einfamilienhäusern. 350 Tonnen Schutt wurden von Hand abgebrochen, ein drei Meter hoher Aktenstapel verdeutlicht, wie viel geplant, gedacht und gerechnet wurde. Etwa 50 Kilometer Kabel haben die Handwerker hinter 8.800 Quadratmetern Raumschale (Fußböden, Wänden und Decken) neu verlegt, um die hochmoderne technische Ausstattung zukünftig am Laufen zu halten.

Die Geschäftsführer des Hospitals, Thomas Paßers und Dr. Clemens Guth, dankten im Rahmen einer internen Feier allen, die den Umbau unterstützt haben, vor allem den Mitarbeitern der Kempener Feuerwehr: Sie mussten mit ihrem Rettungsdienst während der Umbauzeit auf die erste Etage des Krankenhauses ausweichen.

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