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Kempen
Der Winter gab ein kurzes Gastspiel

Kempen: Der Winter gab ein kurzes Gastspiel
FOTO: Müller
Kempen. Des einen Freud', des anderen Leid: Während sich Kinder über die weiße Pracht am vergangenen Wochenende freuten, musste so mancher Autofahrer mit einem Blechschaden die Werkstatt aufsuchen. Leider gab es bei einigen Unfällen auch Verletzte zu beklagen Von Alexandra Rottmann

Allein zwischen Samstagnachmittag und Montagmorgen registrierte die Polizei fünfzehn Unfälle aufgrund glatter Straßen im Kreis Viersen. Von Freitag auf Samstag waren es sogar 37 witterungsbedingte Unfälle.

Ein schwerer Unfall ereignete sich am Frei­tag auf dem Kem­pe­ner Au­ßen­ring. Gegen 16.45 Uhr fuhr ein Au­to­fah­rer aus Net­te­tal kurz vor der Kreu­zung der B 509 mit der Vors­ter Stra­ße auf den Wa­gen ei­nes Gre­fra­thers auf­. Dessen Wa­gen wiederum wur­de auf den vor ihm an­hal­ten­den Pkw ei­nes Kem­pe­ners ge­scho­ben. Der Gre­fra­ther wur­de bei dem Un­fall leicht verletzt, doch sei­ne Ehe­frau, die auf dem Bei­fah­rer­sitz saß, musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Auf der Mül­hau­se­ner Stra­ße zwi­schen Süch­teln und Oedt kam am Samstag ein Pkw auf schnee­glat­ter Fahr­bahn von der Stra­ße ab und rut­schte ins Feld. Ebenso erging es einem Autofahrer auf der Tö­nis­vors­ter Stra­ße am Orts­aus­gang von Süch­teln in Rich­tung Vorst: Sein Wagen über­schlug sich und lan­de­te im Feld. Die Feu­er­wehr musste bei der Ber­gung der Fahr­zeug­in­sas­sen hel­fen.

Viele Autofahrer hielten sich allerdings an den Rat der Wetterdienste und ließen ihren Pkw am Wochenende stehen.

Als Fußgänger mit geeignetem Schuhwerk kam man in den vollen Genuss der winterlichen Pracht, zum Beispiel rund um den East Cambridgeshire Park in Kempen. Kaum machte der Schneefall eine Pause, entstanden die ersten Schneemänner auf der Parkwiese.

Nicht überall waren die Bäume der Schneelast gewachsen. In St. Tönis musste die Feuerwehr an der Wil­li­cher Stra­ße ei­nen umsturzgefährdeten Baum in sechs Me­tern Hö­he absägen. Auch in vielen privaten Gärten gab es "Schneebruch" an Bäumen und Sträuchern, da der relativ nasse, klebrige Schnee sehr gut an den Pflanzen haftete und die Äste nach unten zog.

Für die Weihnachtstage wagen die meisten Wetterdienste jetzt noch keine Prognose abzugeben. Fest steht: Für den Rest dieser Woche sieht es eher nach Regen als nach Schnee aus. Und für die Feiertage gibt es laut wetteronline.de eine "Fifty-fifty" Chance auf Niederschläge; die vorausgesagten Temperaturen liegen dabei um die 4 Grad Celsius. Wenn diese Prognose eintrifft, dürfte es sich eher um eine regnerische Weihnachtszeit handeln als um eine weiße. Aber für diese Voraussage gilt knappe zwei Wochen vor dem Fest: "Nichts Genaues weiß man nicht!"

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