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Kreis Viersen
Altweiberbilanz - "Fiere- nit randaliere"

Kreis Viersen. "Fiere- nit randaliere". Dieser hoffnungsvollen Parole für den diesjährigen Karneval am Altweiberdonnerstag folgten leider nicht alle Närrinnen und Narren.

Die starken Polizeikräfte gingen vor allem in der Dülkener Altstadt und auf dem Doerkesplatz in Nettetal konsequent gegen unfriedliche Jecken vor. Doch häufig erkannten die meist alkoholisierten Narren die Eindeutigkeit der polizeilichen Ansprache nicht. Im Laufe des Einsatzes sprachen die Einsatzkräfte insgesamt 62 Platzverweise aus, im Vorjahr waren es 79 Platzverweise.

Insgesamt mussten 25 Personen, die offenbar kein Interesse an einem friedlichen Feiern hatten, in Gewahrsam genommen werden (16 in 2017). Dass Alkohol oft zu einem aggressiveren Verhalten führt, zeigt die Anzahl der Körperverletzungsdelikte: Gleich 11-mal nahmen die Einsatzkräfte Anzeigen auf. Zweimal leisteten Menschen gegen die polizeilichen Maßnahmen Widerstand und kassierten ebenfalls eine Anzeige.

Vermutlich auch auf Grund des Alkoholgenusses überschritten zwei Feiernde die Grenzen guter Sitten und packten Frauen ungefragt an den Po. Auch hier erstatteten die Polizeikräfte eine Anzeige. In Willich verursachte ein 24-jähriger Rollerfahrer unter Alkoholeinfluss einen Verkehrsunfall. Hierzu erfolgt eine gesonderte Meldung. Schätzungen zur Folge feierten über 3000 Menschen in der Dülkener Innenstadt und mehrere hundert in Lobberich. "Wir werden auch an den kommenden Karnevalstagen konsequent gegen Störer vorgehen, die den friedlichen Jecken den Karneval verderben möchten. Wir werden mit starken Kräften vor Ort sein und "Freiräume" für Gewalttaten verhindern. Diejenigen, die meinen, Einsatzkräfte von Polizei oder Rettungsdienste beleidigen oder in ihren Maßnahmen behindern zu müssen, werden mit den notwenigen Konsequenzen zu rechnen haben", sagt Einsatzleiter Manfred Krüchten mit Blick auf die kommenden Karnevalstage. "Fiere- nit randaliere"! Besorgnis erregend war der extreme Alkoholkonsum offensichtlich minderjähriger Jecken.

Nach Karneval ist vor Karneval. Die Polizei wird in Nachbereitung der Karnevalseinsätze auf die Kommunen zugehen und gemeinsam nach möglichen Lösungen für dieses Problem suchen: "Wir hoffen auf einen friedlichen Einsatzverlauf für die nächsten Karnevalstage."

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