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Mehr Betreuungsplätze für Krefeld
Zehn Millionen für drei neue Kitas

Mehr Betreuungsplätze für Krefeld: Zehn Millionen für drei neue Kitas
Appellweg: Neben der Hubert-Houben-Kampfbahn soll eine Kita entstehen. FOTO: Screenshot Google Maps
Krefeld. In Krefeld fehlen weiter Kindergartenplätze. Um Abhilfe zu schaffen, plant die Stadt, zehn Millionen Euro in drei Kita-Neubauten mit insgesamt rund 300 Plätzen zu stecken, die 2019/20 eröffnen sollen: Und zwar im Nordbezirk, in Hüls und Lindental. Von Jan Popp-Sewing

Seit Sommer 2013 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf Kita-Plätze für Unter-Dreijährige (U3). Die Stadt Krefeld geht davon aus, dass für 40 Prozent aller U3-Kinder Plätze nachgefragt werden. Aktuell hält die Kommune zwar insgesamt rund 8000 Kita-Plätze vor, aber bei den U-3-Kindern liegt die Quote bei lediglich 31,6 Prozent.

Helfen sollen die Neubauten dreier Einrichtungen mit jeweils sechs Gruppen (das entspricht etwa 100 Kindern pro Kita). Es geht um folgende Projekte:

Standort Appellweg - Im Nordbezirk fehlen nach Rechnung der Stadt 197 Kita-Plätze. Auf dem Gelände der alten Sporthalle der Hubert-Houben-Kampfbahn ensteht eine neue Einrichtung (die Fußballplätze bleiben erhalten).

Standort Cäcilienstraße (Hüls) Die Stadt will an der Cäcilienstraße eine Kita mit 100 Plätzen hochziehen, obwohl rein rechnerisch aktuell kein Bedarf da ist. Der Bau ist als Ersatz für die bisherige Kita im alten Schulgebäude an der Cäcilienstraße gedacht. Außerdem wird die Einrichtung An de Dreew entlastet, die zurzeit zwei Gruppen in Containern untergebracht hat. 

Standort Randstraße (Lindental) Im Westbezirk fehlen nach Rechnung der Stadt 208 Kita-Plätze. Der Bauplatz liegt auf einer mit Bauschutt verfüllten Kiesgrube - akutlle in Parkplatz der benachbarten Sportanlage. Bei einer Infoveranstaltung der Stadt hatten diverse Anwohner Bedenken wegen des Untergrunds geäußert. "Wir nehmen diese Einwände sehr ernst", sagt OB Frank Meyer. Um zu gewährleisten, dass der Standort sicher ist, plant die Stadt 600 Bohrungen für Bodenproben bis 1,50 Meter Tiefe in Auftrag zu geben und das Grundwasser an vier Stellen zu analysieren.

Die Aufträge werden nun europaweit ausgeschrieben. Es könnte durchaus sein, dass alle drei Kitas von einer Firma im gleichen Design gebaut werden, um Architektenkosten zu sparen. In der nächsten Woche kommt das Thema in die Politik.

In der ersten Hälfte von 2018 sollen bereits neue Kitas an Hubertus- und Luisenstraße sowie der Ersatzneubau Clarenbachhaus fertiggestellt werden. In der zweiten Hälfte von 2018 folgen dann der Neubau an der Ispelsstraße mit 110 Plätzen. Zeitgleich werden diverse Kitas erweitert.