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Neubauten an der Rote-Kreuz-Straße
Wohnkonzept für neue Altenheime

Neubauten an der Rote-Kreuz-Straße: Wohnkonzept für neue Altenheime
Große Pläne: Geschäftsführer Jens Drießen (l.) und Architekt Joachim Moldenhauer präsentieren im Altbau die Entwürfe für zwei Neubauten. Von der Ausstattung her wäre der freundliche Altbau nicht sanierungsbedürftig, doch ist seine Zahl an Doppelzimmern zu hoch. FOTO: Müller
Krefeld . Bei Altenheimen geht eine Umbauwelle durchs Land. Ursache ist ein Landesgesetz. Von Ernst Müller

Die evangelische Altenhilfe ersetzt ihr Altenheim an der Rote-Kreuz-Straße durch zwei Neubauten. Nach Fertigstellung gibt sie ihr Haus am Westwall komplett auf. Die Bewohner ziehen dann in die neu erbauten Heime.


"Hintergrund ist das Wohn- und Teilhabegesetz in Nordrhein-Westfalen", erläutert Geschäftsführer Jens Drießen. Dieses Gesetz besagt, dass 80 Prozent der Wohnräume eines Heimes Einzelzimmer sein müssen. Eine Anforderung, die sich in den bestehenden Altbauten nicht realisieren lässt. "Eine Modernisierung wäre teurer als ein Neubau", gibt Drießen zu bedenken.


Deshalb hat der Abrissbagger an der Rote-Kreuz-Straße seine Arbeit aufgenommen. Bis Juli 2018 lässt Architekt Joachim Moldenhauer einen Neubau mit 60 Betten entstehen. Danach ziehen die Bewohner des zweiten Traktes in den Neubau ein, während nun auch der zweite Trakt abgerissen wird. Ende 2019 wird dann der zweite Neubau mit 80 Betten fertig sein. Die Kosten liegen insgesamt bei 12,2 Millionen Euro.


Moldenhauer plant, jeweils 10-12 Zimmer um einen Gemeinschaftsraum mit Küche und Balkon zu gruppieren: "Dadurch entsteht ein neues Wohngruppenmodell." Jedes Zimmer ist 16-17 qm groß, hinzu kommt jeweils ein Bad von ca. vier qm Größe. Überdies erhält jedes Haus einen Empfang und eine Caféteria, die übrigens für Nachtschwärmer auch abends offen bleibt.