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Wie soll es mit dem Seidenweberhaus weitergehen?

Wie soll es mit dem Seidenweberhaus weitergehen?
FOTO: Archiv
Krefeld. Das Seidenweberhaus ist stark sanierungsbedürftig. Denkbar wäre ein privat finanzierter Neubau. Doch wo sollte der hin? Die FDP sagt: Das geht nur am gleichen Standort - oder südlich des Hauptbahnhofs.


Die Liberalen reagieren damit auf den Vorschlag von Investor Reiner Leendertz, das alte Kesselhaus an der Girmesgath im mies van der Rohe-Businesspark zu einem Veranstaltungszentrum mit einem Saal für bis zu 1000 Besucher zu machen. Eine Idee, die speziell die Grünen gut finden.


Für FDP-Fraktionschef Joachim C. Heitmann wäre das allerdings zu teuer. Er rechnet damit, dass ein Spielort im alten Kesselhaus städtische Zuschüsse von rund 1,2 Millionen Euro erfordern würde. Das Seidenweberhaus kostet die Stadt bereits ca. 630.000 Euro pro Jahr. Gegen das Kesselhaus spricht aus Sicht der FDP neben der Parkplatzfrage auch die Lage - ein Spielort dort würde Besucher von der Innenstadt mit ihren vielen Geschäften wegziehen.


Um die Standortfrage zu klären, sollte zunächst eine Bedarfsanalyse erstellt werden, so die FDP. Für welche Veranstaltungen werde eigentlich das Seidenweberhaus gebraucht - und könnte man diese nicht auch auslagern, etwa in die Fabrik Heeder oder ins Stadttheater? Als Neubau-Standort kommt für die FDP nur das aktuelle Grundstück und der Platz südlich des Hauptbahnhofs in Frage - letzterer gerade auch wegen seiner hervorragenden Verkehrsanbindung.