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Freiwilliges ökologisches Jahr
Von der Schule raus in die Natur

Freiwilliges ökologisches Jahr: Von der Schule raus in die Natur
Outdoor-Arbeit: Ein Insektenhotel hat die vorige Generation von „FöJ“-lern auf dem Gelände des Umweltzentrums am Hülser Berg errichtet. Es wird von den heimischen Flüglern eifrig genutzt. Gärtnermeister Christoph Uelenbruck und seine diesjährigen Schützlinge (v.l.) Shirin, Niklas und Kevin halten das Projekt der Vorgänger in Ordnung. FOTO: Müller
Krefeld. . Das Freiwillige ökologische Jahr hilft Jugendlichen, sich beruflich zu orientieren. Bei Interesse: jetzt bewerben! Von Ernst Müller

Die Jugendlichen haben ein großes Insektenhotel gebaut. "Viele Zimmer sind schon bewohnt", verweist Gärtnermeister Christoph Uelenbruck lachend auf die verstopften Löcher. Darin haben gut verschlossen die Flügler ihre Larven abgelegt.

Ein Jahr lang hatten die jungen Leute im Krefelder Umweltzentrum am Fuß des Hülser Berges mitgeholfen. In der Zeit beteiligten sie sich an der Pflege von Naturschutzgebieten, begleiteten Schulkinder in den Workshops und absolvierten Fortbildungsseminare des Landschaftsverbandes über Fragen des Umweltschutzes und ihrer eigenen beruflichen Zukunft.


Denn letzteres ist der Sinn des sogenannten Freiwilligen ökologischen Jahrs: "Das Ziel ist es, sich zu finden", unterstreicht Christoph Uelenbruck, der die Jugendlichen anleitet.


Kevin zum Beispiel hat sein Jahr fast herum: "Ich beginne im August eine Ausbildung zum Chemikant", freut sich der 19-jährige Abiturient. Die gleichaltrige Shirin hingegen hat im Ökologischen Jahr ihr Talent zum Umgang mit Tieren bestätigt gefunden. "Ich möchte gern Tierpflegerin werden". Das Freiwillige Jahr hat ihnen geholfen, sich nach Abschluss der Schulzeit über ihre Talente und Wünsche klar zu werden.


Vier neue "FöJ-ler" stellt die Stadt Krefeld am 1. August im Umweltzentrum ein. "Einer sollte einen Sekundarstufe I- Abschluss haben", erläutert der kommissarische Leiter Theo Malschützky. Die anderen drei können Abitur oder auch keinen Schulabschluss besitzen. Das Mindestalter ist 16 Jahre, das Höchstalter 26. "Wir bevorzugen Bewerber, die über einen Führerschein verfügen", ergänzt Malschützky. Denn zuweilen ist der Einsatzort der FöJ-ler in entfernteren Ecken der Stadt. Die Vergütung beträgt 300 Euro im Monat.
Nähere Infos zum FöJ gibt es beim Landschaftsverband auf der Homepage unter www.foej.lvr.de
Dort können sich Interessenten auch bewerben. Ebenso sind Bewerbungen bei der Stadt Krefeld möglich: Fachbereich Grünflächen, Mevissenstraße 65, 47803 Krefeld. Nötig sind Anschreiben und letztes Zeugnis. Die Auswahl erfolgt nach einem Probetag.