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Mario Erb
"Viktoria kann sich für den 1. Platz nichts kaufen"

Mario Erb: "Viktoria kann sich für den 1. Platz nichts kaufen"
FOTO: Samla
Krefeld. Mario Erb ist Kapitän des KFC Uerdingen, der auf dem zweiten Tabellenplatz der Regionalliga West überwintern wird. Er blickt im Gespräch mit unserer Zeitung auf die erste Saisonhälfte zurück und wagt einen Ausblick auf den Meisterschaftskampf, ehe es für ihn in den verdienten Urlaub und vor den Standesbeamten geht. Von Peter Reuter

 

Für die Mannschaft geht es jetzt in den Urlaub. Wie lautet Ihr Fazit der Hinrunde bzw. der Spiele bisher?

Mario Erb: Es sind in der Hinrunde auf jeden Fall viele positive Dinge passiert. Ich habe es schon einmal gesagt, es war nicht selbstverständlich, dass es so gut läuft, dass aus einer fast komplett neuen Mannschaft so ein eingeschworener Haufen wird. Dafür sind wir sehr gut aufgetreten, müssen aber natürlich weiter hart arbeiten. Wir wollen uns in der Rückrunde noch steigern, es gibt immer Dinge zu verbessern. Im Endeffekt haben wir einige Punkte liegen lassen.

Der KFC hat mit zwölf Treffern die mit Abstand wenigsten Gegentore bekommen. Ist das etwas, was Sie als Innenverteidiger stolz macht oder nur eine Momentaufnahme?

Für Abwehr- oder Defensivspieler gibt es nichts Schöneres als kein Tor zu kassieren und die beste Defensive der Liga zu haben. Das macht schon ein bisschen stolz.

Die Offensivbilanz ist allerdings ausbaufähig. Woran haperte es?

Wir versuchen von hinten raus das Spiel zu eröffnen und uns dann Chancen zu erarbeiten, genauso sind unsere Offensivspieler die ersten Verteidiger. Trotzdem erspielen wir uns ja genügend Chancen, was positiv ist. Aber wir müssen sie als Mannschaft besser nutzen.

Der KFC grüßte als Aufsteiger lange von der Spitze, nun überwintert Viktoria Köln als Tabellenerster. Nervt Sie das?

Nein, das nervt mich nicht. Wir durften vor ein paar Wochen die Herbstmeisterschaft feiern und konnten uns dafür nichts kaufen. Und genauso wenig kann sich Viktoria Köln jetzt für das Überwintern an der Spitze etwas kaufen. Es ist weiter alles offen. Am Ende zählt es.

Läuft es nach der Winterpause auf einen Zweikampf zwischen Ihrer Mannschaft und Viktoria Köln um die Meisterschaft raus?

Wir legen keinen Fokus auf einen Zweikampf, sondern müssen auf uns und unsere Entwicklung schauen. Damit sind wir bisher gut gefahren. Davon abgesehen trügt die Tabelle auch. Ich glaube Mannschaften wie der BVB II können ganz schnell wieder oben ranrücken. Wir müssen in der Pause also weiter hart arbeiten und dann im Februar voll da sein.

Nach der gestrigen Weihnachtsfeier des Vereins im Nordbahnhof geht es jetzt in den Urlaub. Wie nutzen Sie die freie Zeit bis zum Trainingsstart am 8. Januar?

Ich kaufe Weihnachtsgeschenke auf den letzten Drücker ein, das muss ich mal erledigen (lacht) Mit meiner Freundin fahre ich nach München zu meiner Familie um dort die Feiertage zu verbringen. Und zwischendurch werden meine Freundin und ich noch standesamtlich heiraten und uns ein bisschen erholen.