| 16.15 Uhr

5:0 gewinnt der KFC
Uerdinger Meisterjubel - jetzt soll der Aufstieg her

Meisterfeier in Wiedenbrück
Meisterfeier in Wiedenbrück FOTO: Samla
Wiedenbrück. Party auf dem Platz und an der Grotenburg: Nach dem 5:0-Sieg beim SC Wiedenbrück feiert der KFC Uerdingen (als Aufsteiger) die Meisterschaft der Regionalliga West und freut sich nun auf die Relegation  gegen Waldhof Mannheim. Von Peter Reuter

 

Erst Hitze, dann Gewitter und Dauerregen: doch auch davon ließen sich die Spieler und gut 1400 Fans des KFC Uerdingen nicht abhalten. Am Ende der letzten 90 Minuten der regulären Saison durften alle gemeinsam auf dem Rasen im Wiedenbrücker Jahnstadion die Meisterschaft feiern.

Mit dem deutlichen 5:0 entschieden die Blau-Roten nicht nur den packenden Zweikampf mit Viktoria Köln (4:4 gegen Mönchengladbach) für sich, sondern sorgten mit zehn Siegen in Folge auch für die Qualifikation zur Aufstiegsrelegation.

In zwei Partien gegen Waldhof Mannheim (24. und 27. Mai) kann der KFC nun nach 13 Jahren die Rückkehr in die Drittklassigkeit perfekt machen.

Erb und Krämer bekommen Sonderapplaus

Der verletzte Kapitän Mario Erb reckte den silbernen Pokal in die Höhe und leitete damit die blau-roten Feierlichkeiten ein, die nach der Rückkehr der Mannschaft in Krefeld an der Grotenburg fortgesetzt werden.

Besonderen Applaus erhielt aber auch KFC-Trainer Stefan Krämer, der von Fans und Spielern auf den Schultern über den Rasen getragen wurde, auf dem der KFC sich zuvor sehr schwer tat.

Denn es war der SC Wiedenbrück, der zu Beginn der Partie den Ton angab und Druck auf die Gäste ausübte. Letztere konnten sich bei "Maxi" Beister bedanken, dass sie dennoch früh in Führung gingen.

Praktisch aus dem Nichts hielt der Stürmer aus mehr als 25 Metern drauf und netzte mit einer Bogenlampe zum 1:0 ein (4.). Erinnerungen an sein Traumtor in Aachen wurden wach.

Doch Sicherheit gab der Treffer seinem Team nicht. Wiedenbrück, dass sich mit einem Sieg als beste Mannschaft aus Westfalen für den DFB-Pokal qualifizieren wollte, machte weiter Dampf. 

Uerdingen tut sich schwer, trifft aber

Uerdingen unterliefen hingegen ungewohnt viele Fehlpässe, der Offensivmotor kam nicht so recht in Gang. Dennoch waren es die Gäste, die erneut für Zählbares sorgten.

Connor Krempicki leitete einen Konter ein, über mehrere Stationen gelang der Ball erneut zu ihm. Aus vollem Lauf köpfte er zum 2:0 in das gegnerische Tor ein (41.) und ließ den Gästeblock "beben".

Damit war der Wille der Hausherren größtenteils gebrochen, denn mit Beginn der zweiten Hälfte nahm dann der KFC Uerdingen das Heft in die Hand. 

Einsetzender Starkregen und Gewitter erschwerten die Verhältnisse, änderten aber nichts an der Partystimmung der Gästefans. Denn sie sahen eine Mannschaft, die die Partie meisterlich runterspielte und sogar weiter Akzente setzte.

Zweimal Musculus per Elfmeter (18 Saisontore) und der eingewechselte Johannes Dörfler (90+3) sorgten für den verdienten Endstand und ausgelassenen "Meisterjubel" bei den Fans.

Relegation ruft - Dienstag Entscheidung

Nach Feierlichkeiten "mit angezogener Handbremse" (so kündigte es KFC-Pressesprecher Jan Filipzik bereits im Vorfeld an) geht der Regionalliga-Meister nach zwei Tagen Ruhepause in die Vorbereitung auf die Relegation.

Am Dienstag will der Verein dann eine Mitteilung zum möglichen Austragungsort des Heimspiels am 24. Mai herausgeben. Wahrscheinlich ist der Umzug in die Duisburger Schauinsland-reisen-Arena.