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Bunkerlager gesperrt
Sturm macht Krefelder Tafel "obdachlos"

Bunkerlager gesperrt: Sturm macht Krefelder Tafel "obdachlos"
FOTO: Krefelder Tafel
Krefeld. Schrecken für die Krefelder Tafel: Sturm Burglind hat das Dach des Bunkers Schönwasserstraße schwer beschädigt. Das dortige Lager der Tafel und eine Ausgabestelle sind gesperrt. Ersatzräume werden gesucht. Von Jan Popp-Sewing

Ein Nahrungsmittel-Lager in einem Bunker: Das klingt nach einem der sichersten Orte in ganz Krefeld. Doch weit gefehlt. Sturm Burglind hat das Spitzdach des Bunkers an der Schönwasserstraße 184 bis zur Einsturzreife zerblasen.

Der Luftschutzbunker dient der Krefelder Tafel als Lager. Im angrenzenden Gebäude befindet sich der Tafelladen, eine Ausgabestelle für Bedürftige an drei Tagen in der Woche.

Das Betreten der Gebäude ist nun untersagt. Den Ehrenamtlern gelang es zuvor noch, die verderblichen Nahrungsmittel aus dem Lager zu räumen. Nur Konserven blieben im Bunker.

Wie lange die Reparatur dauert (der Bunker gehört der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) ist nicht abzusehen. Die Tafel sucht nun intensiv nach einem Übergangslager mit Kühlkapazitäten für leicht verderbliche Nahrungsmittel wie Milch. Außerdem wird eine Ersatz-Ausgabestelle für den gesperrten Tafelladen gebraucht.

Die Ehrenamtler sorgen mit großem Engagement dafür, dass die Verteilung der gespendeten Nahrungsmittel auch ohne das Zentrallager weiterläuft. Nun wird eben direkt an den Ausgabestellen sortiert. "Es kann schließlich nicht sein, dass 4000 Menscher den Folgen so eines Sturm leiden", sagt  Tafel-Vorsitzender Dr. Hansgeorg Rehbein.

Er trifft bei der Suche nach Ersatz-Räumen auf große Hilfsbereitschaft in Krefeld. Auch der Bunker-Eigentümer Bundesanstalt unterstütze die Tafel bei ihrer Suche nach Kräften.