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Flüchtlingskoordinatorin
Sie ist Krefelds neue "Flüko"

Flüchtlingskoordinatorin: Sie ist Krefelds neue "Flüko"
Doris Schlimnat, eingerahmt von Vorgänger Dr. Hansgeorg Rehbein (l.) und Oberbürgermeister Frank Meyer. FOTO: Pressesamt
Krefeld. Doris Schlimnat wird im neuen Jahr Nachfolgerin von Dr. Hansgeorg Rehbein als Krefelder Flüchtlingskoordinator/in.

"Hansgeorg Rehbein war ein Segen für die Stadt. Er ist aus seinem Ruhestand für diesen Posten zurückgekehrt und hat sehr viel bewegt", so würdigte Oberbügermeister Frank Meyer den scheidenden Flüchtlingskoordinator Dr. Rehbein. Mit Doris Schlimnat komme nun eine Nachfolgerin, "die neben ihrer fachlichen Qualifikation und ihrer großen Erfahrung in der Verwaltung auch menschlich bestens geeignet ist".

 Bislang war die Koordination zwischen Verwaltung und ehrenamtlicher Flüchtlingsarbeit im Dezernat von Stadtdirektorin Beate Zielke angesiedelt. Ab 1. Januar gehört sie zum neuen Fachbereich Migration und Integration.

Rehbein hatte das Amt 2015 übernommen, als der Flüchtlingsstromfür zum Teil für chaotische Verhältnisse sorgte. "Dem gegenüber standen Tausende, die helfen wollten, und unzählige Spenden. Es war und ist ein Wahnsinn, wie viele geholfen haben und dies noch immer tun. Das kann uns stolz machen, wie die Krefelder diese Aufgabe angenommen haben", so Rehbein.

Für den neuen Job muss Doris Schlimnat keinen großen Weg aufnehmen, quasi einmal über den Von-der-Leyen-Platz. Seit zwölf Jahren leitet sie bei der Volkshochschule (VHS) die Bereiche Deutsch und Politische Bildung, wo auch Sprachkurse für migranten angesiedelt sined

. Vorher war sie viele Jahre in der Jugendarbeit tätig. Seit 1991 ist die 59-Jährige in Krefeld, seit 1998 bei der Stadtverwaltung. "Ich habe gerne in der VHS gearbeitet, das war quasi mit Ende meines Studiums zur Diplom-Pädagogin mein Wunsch. Jetzt aber freue ich mich sehr auf die neue Aufgabe und ein bestens funktionierendes Team", so die Mutter zweier erwachsener Söhne.

Ihre Schwerpunkte liegen beim Spracherwerb. "Es ist gut, dass viele Flüchtlinge Sprachkurse belegen, aber sie müssen die Sprache auch anwenden, das ist sehr wichtig. Ich möchte zudem auch versuchen, mehr Frauen dafür zu gewinnen. Es darf nicht sein, dass sie zu Hause bleiben und sich dort um die Kinder kümmern", sagt Doris Schlimnat.

Für Rehbein bedeutet der nun beginnende "zweite Ruhestand" nun wieder mehr Zeit für Hobbys und seine ehrenamtlichen Tätigkeiten, darunter die Leitung der Krefelder Tafel. Und für seine Nachfolgerin steht er natürlich zur Verfügung, sollten Fragen auftauchen. Auch deswegen lasse er eine Tasse in seinem alten Büro stehen.