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Planungsausschuss
Seidenweberhaus kostet die Stadt 2,5 Millionen pro Jahr

Planungsausschuss: Seidenweberhaus kostet die Stadt 2,5 Millionen pro Jahr
FOTO: jps
Krefeld. Was bringt der Stadt mehr, ein neues Seidenweberhaus (SWH) am Theaterplatz/Ostwall oder eine Veranstaltungsstätte im erweiterten Alten Kesselhaus? Externe Experten sollen das analysieren. Von Jan Popp-Sewing

Auf die Heranziehung von Experten hatten sich SPD und CDU bereits vor der Sitzung des Planungsausschusses geeinigt. Sie sollen feststellen, ob sich ein Neubau am Theaterplatz oder das Kesselhaus besser/lukrativer/öfter vermieten ließe oder ob das SWH doch saniert werden kann - und welches Betreibermodell am sinnvollsten wäre.

Die Bau-/Umbaukosten könnte ein Privatinvestor vorfinanzieren - der bräuchte allerdings garantierte Mieteinnahmen. Das Gutachten soll im Spätsommer 2018 vorliegen.

Planungsdezernent Martin Linne informierte über die laufenden Kosten des renovierungsbedürftigen Seidenweberhauses, das die Stadt bis etwa 2020 nutzen will. Betrieb und Reparaturen schlügen zurzeit insgesamt mit 2,5 Millionen Euro pro Jahr zu Buche.

Der Betrag setzt sich aus Betriebskosten, Reparaturen und dem Zuschuss an die Seidenweberhaus GmbH zusammen, die das SWH betreibt (und auch den KönigPalast).

Diese Zahl ist wichtig, denn die aktuellen Schätzungen gehen davon aus, das beide Varianten die Stadt deutlich weniger pro Jahr kosten würden. Eine zügige Entscheidung würde also Geld sparen.

Das Kesselhaus mit einem Fassungsvermögen von bis zu 700 Besuchern wäre zu klein für den von SPD/CDU gewünschten Saal für bis zu 1100 Besucher. Dieser müsste in einem Anbau untergebracht werden, sofern diese Variante gewählt wird.

Die FDP kritisiert, dass auch eine Sanierung des SWH nun erneut geprüft werde. Dass diese nicht in Betracht komme, sei seit Jahren klar, die Prüfung koste nur Zeit.