| 18.23 Uhr

Seidenweberhaus: Abriss oder Neubau ?

Krefeld. Die Stadtverwaltung eröffnet die Diskussion: Seidenweberhaus abreißen oder sanieren? Im Frühjahr fällt die Entscheidung. Diskutieren Sie mit! Von Ernst Müller

„Mit einigem Aufwand können wir das Seidenweberhaus noch fünf Jahre in Betrieb halten“, überschlägt Krefelds Baudezernent Martin Linne, „dann aber ist die Zeit des Gebäudes erfüllt.“ Eine Entscheidung muss her: abreißen und neu bauen oder erhalten und grundsanieren?

Beide Varianten hat Linne durchrechnen lassen: Eine Sanierung und Umgestaltung nach dem heutigen Geschmack würde gut 35 Millionen Euro kosten. Denn nicht nur die veraltete Technik müsste auf Stand gebracht werden. Auch die überholte Raumaufteilung steht einer Nutzung als Kongresshalle im Wege. Überdies laden der „Mauselocheingang“ und die „verwinkelten Treppen“ nicht mehr zum freundlichen Empfang ein. Die Betonfassade schon gar nicht. Zur Gestaltung des Theaterplatzes ist zudem entlang des Ostwalls ein zusätzliches Gebäude geplant, sei es als Hotel oder Markthalle. Schließlich muss der ganze Platz ein neues Gesicht erhalten.

Dies könnte radikaler durch einen Neubau erreicht werden. Allerdings kostete allein der Abriss des Seidenweberhauses gut 3,5 Millionen Euro, wobei die Tiefgarage bestehen bliebe. Der Neubau käme auf gut 42 Millionen Euro. „Das ist eher knapp kalkuliert“, lässt Linne die Kosten nach oben hin offen. Dafür allerdings könnten die Stadtplaner das ganze Platzensemble nach heutigem Geschmack gestalten.

Nun müssen Krefelds Kommunalpolitiker entscheiden. Denn wenn die Stadt im Jahr 2019 loslegen soll, dann müssen schon 2015 die Wege geebnet werden.

Der Stadt Spiegel ermuntert seine Leser: Sagen Sie uns Ihre Meinung. Schreiben Sie eine Mail: e.mueller@city- anzeigenblatt-krefeld.de

(StadtSpiegel)