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150 Passagiere eingeschlossen
Schweres Zugunglück in Osterath

150 Passagiere eingeschlossen: Schweres Zugunglück in Osterath
FOTO: Feuerwehr Krefeld
Meerbusch/Krefeld. Der mit 150 Menschen besetzte RE7 ist am Dienstagabend auf dem Weg nach Krefeld in Osterath mit einem Güterwaggon kollidiert. Der WDR meldet 44 Verletzte. Es wäre damit eines der schwersten Zugunglücke in der Region seit Jahrzehnten. Von Jan Popp-Sewing

Die Fahrgäste mussten zwei Stunden lang im entgleisten Zug ausharren.

Die genaue Zahl der Verletzten ist unklar: Die Feuerwehr sprach zunächst von nur fünf. Der WDR berichtet inzwischen von 41 Leicht- und drei Schwerverletzten. Die "Bild"-Zeitung meldete unter Berufung auf die Bundespolizei 50 Verletzte. 

Die 150 Passagiere waren im havarierten Zug eingeschlossen, da eine abgerissene starkstromführende Oberleitungen den Zugang erschwerte. Sie hielten über Handy Kontakt mit den Rettungskräften.   

Auf einem ersten Foto der Feuerwehr Meerbusch war ein deformierter, aus den Schienen gesprungener Triebwagen des RE 7 zu sehen. Die Wand des ersten Abteils war aufgerissen.

Der fast voll besetzte Regionalexpress war am Dienstag bei Dunkelheit gegen 19.30 Uhr auf einen einzelnen, stehenden Güterwaggon aufgefahren.

Der Zugführer hatte das Hindernis noch gesehen und eine Notbremsung eingeleitet. Er konnte noch die Passagiere im vorderen Zugteil warnen und zum Verlassen des Bereichs bewegen.

Sekunden später krachte der Triebwagen in den Güterwaggon.

Der verunglückte Zug war auf dem Weg von Neuss über Meerbusch nach Krefeld. 

Der Unfall passierte im Bereich des Bahnhofs Meerbusch-Osterath, eine Haltestelle vor Krefeld-Oppum, als der RE mit reduzierter Geschwindigkeit unterwegs war.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Der Unglücksort wurde mit Scheinwerfern auf Masten weiträumig ausgeleuchtet

Zwischen Neuss und Krefeld wurde ein Busersatzverkehr eingerichtet.