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Neuer Köpa-Mietvertrag der Pinguine
Schulz: "Noch ist nichts zu 100 Prozent sicher"

Neuer Köpa-Mietvertrag der Pinguine: Schulz: "Noch ist nichts zu 100 Prozent sicher"
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Krefeld. Wolfgang Schulz, Aufsichtsratsvorsitzender der Krefeld Pinguine, bezieht im Gespräch mit dem Stadt Spiegel Stellung zu den Verhandlungen mit dem König Palast. Er sagt: "Noch ist nichts zu 100 Prozent sicher." Von Jörg Zellen

 

Die Krefeld Pinguine im Januar 2018: Das Team der Schwarz-Gelben rangiert auf dem vorletzten Tabellenplatz der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und droht zum dritten Mal in Folge die (Pre-)Play-Offs zu verpassen. Doch was die treuen Fans noch viel mehr belastet ist die offene Frage nach der Zukunft der Pinguine. "Ohne gültigen Mietvertrag können und werden wir keine Lizenz beantragen", sagt Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Schulz am Dienstag im Gespräch mit dem Stadt Spiegel und ergänzt: "Wir legen doch nicht 100 000 Euro auf den Tisch ohne zu wissen, was die Zukunft bringt."

Der Knackpunkt in den Verhandlungen mit der Seidenweberhaus GmbH, die Betreiber des König Palastes ist, erfuhr unsere Zeitung bereits vor Wochen exklusiv: Die Pinguine wollen während ihrer Heimspiele die Ausschankrechte im öffentlichen Besucherbereich zugesprochen bekommen. Schulz sagt dazu nur: "Wir haben eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterschrieben, daran halte ich mich auch." Dennoch räumt er ein: "Es gibt noch zwei, drei Punkte, bei denen wir uns nicht einig sind."

In den kommenden zwei bis drei Wochen möchte Wolfgang Schulz die Verhandlungen beendet wissen. "Ich bin da auch durchaus positiv gestimmt." Und dann wird der einflussreiche Unternehmer, der seinen Stahlkonzern im vergangenen Jahr an den amerikanischen Großinvestor Warren Buffet veräußerte, auch weiter den Pinguinen vorstehen. "Ich sagte ja bereits, dass ich das Messer nicht im Schwein stecken lassen werde. Klar ist aber auch, dass dies nicht ewig so sein wird, allein schon altersbedingt."

Schulz, der nunmehr seit über 20 Jahren die Geschicke der Schwarz-Gelben bestimmt, denkt nicht nur an das DEL-Team: "Hier geht es um die Zukunft des Krefelder Eishockeys."

Apropos: Der AR-Chef macht keinen Hehl daraus, dass er mit dem Verlauf der aktuellen Spielzeit alles andere als zufrieden ist. "Natürlich ist das alles sehr enttäuschend. Aber eines müssen wir auch mal festhalten: Ein solches Verletzungspech wie in dieser Saison hatten wir noch nie. Und die Kosten steigen dadurch auch immer weiter. Es ist eine Art Teufelsrad."