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ADFC
Radler-Umfrage: Krefeld auf drittletztem Platz in NRW

ADFC: Radler-Umfrage: Krefeld auf drittletztem Platz in NRW
Delle im Straßenbelag am Kaiser-Wilhelm-Museum. FOTO: jps
Krefeld. Der ADFC hat bundesweit 120.000 Radler befragt, wie gut es sich in ihrer Kommune radeln lässt. Krefeld erreicht den drittletzten Platz in NRW (Note 4,2). Von Jan Popp-Sewing


Krefeld Die Stadt Krefeld wird in 2017 knapp zehn Millionen Euro in die Sanierung und den Ausbau von Straßen, Rad- und Gehwegen investieren. Speziell viele Radler-Strecken hätten eine Modernisierung dringend nötig, das sagen zumindest viele der 192 Radfahrer aus Krefeld, die beim ADFC-"Klimatest" mitgemacht haben.

Krefeld erhielt die Gesamtnote 4,2. Im bundesweiten Vergleich mit 38 Großstädten landete Krefeld auf dem siebtletzten Platz, in NRW ist es gar Rang 13 von 15. Sogar das chronisch klamme Duisburg gilt bei Radlern als besseres Pflaster. Den bundesweit vorletzten Platz ergatterte übrigens Mönchengladbach (Note 4,4).

Bei der Umfrage wurden auch positive Aspekte berücksichtigt. Dazu wurden in Krefeld genannt: Die gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums per Rad, ein hoher Anteil an Radlern unter den Bürgern und dass viele Einbahnstraßen für Radler in beiden Richtungen offen sind.

Hauptkritikpunkte der Krefelder Radler sind holprige und unebene Radwege (Note 5,3), "selten Falschparkerkontrolle auf Radwegen" und "schlechte Führung an Baustellen". Als komplett "mangelhaft" bewerten die Radler die Ampelschaltungen für Zweiradfahrer. Eine Mehrheit hat den Eindruck, auf der Straße von Autofahrern bedrängt und behindert zu werden.

Die Radler bemängeln allerdings auch Entwicklungen, die auch durch noch so gute Radwege nicht verändert werden können: etwa das Fehlen von öffentlich zugänglichen Leihfahrrädern, wie in den benachbarten Großstädten.

Die Umfrage zum ADFC-Fahrradklima-Test wird jährlich wiederholt. Krefeld stagniert im unteren Bereich.