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Weitere Ermittlungen
Noch keine Spur vom verschwundenen Krefelder Säugling

Weitere Ermittlungen: Noch keine Spur vom verschwundenen Krefelder Säugling
FOTO: Symbolfoto pixabay
Krefeld. Die Stadt Krefeld und die Polizei suchen weiterhin nach einem neugeborenen Jungen, der am 28. November  im Helios Klinikum Krefeld geboren wurde. Mutter und Kind befanden sich in stationärer Behandlung.

 

Das Kind ist am Donnerstagnachmittag vom Jugendamt im Helios Klinikum Krefeld in Obhut genommen worden, weil eine Kindeswohlgefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte. Damit übt das Jugendamt "Teile der elterlichen Sorge" und insbesondere das Aufenthaltsbestimmungsrecht aus.

Darüber sind die Eltern unmittelbar informiert worden. Demzufolge war es den Eltern nicht erlaubt, das Kind ohne Einverständnis des Jugendamtes aus dem Krankenhaus mitzunehmen. Im Krankenhaus durfte die Mutter das Kind aber weiter betreuen.

Eine Trennung der Mutter von ihrem zwei Tage alten Neugeborenen ist auch aufgrund des bis dahin kooperativen Verhaltens der Mutter nicht angeordnet worden. Über die Gründe der Inobhutnahme können die Beteiligten aus Datenschutzgründen keine Auskunft geben.

Den Eltern sind vom Jugendamt zuvor weitere Hilfsangebote gemacht worden, zusätzlich war ein Gespräch für heute (Freitag) vereinbart. Über den Aufenthaltsort des Kindes haben Stadt und Polizei zurzeit keine Kenntnis.

Die Stadt Krefeld bittet die Eltern, sich beim Jugendamt zu melden. Die polizeilichen Ermittlungen zum Auffinden des Kindes laufen parallel weiter. Nach den bisherigen Ermittlungen haben sich die Eltern mit ihrem neugeborenen Sohn am Donnerstag zwischen 17.45 und 18.10 Uhr aus dem Krankenhaus entfernt und möglicherweise Richtung Polen auf den Weg gemacht. Die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet. Hinweise erbittet die Polizei Krefeld unter Telefon 02151 6340.