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Helios Klinikum engagiert Dr. Gabor Gäbel
Neuer Chefarzt der Gefäßchirurgie

Helios Klinikum engagiert Dr. Gabor Gäbel: Neuer Chefarzt der Gefäßchirurgie
Kittelübergabe an Dr. Gabor Gäbel (m.) durch (v.l.) Klinik-Geschäftsführer Alexander Holubars, den ärztlichen Direktor Prof. Rudolf Leuwer, Prof. Marcus Kato und Prof. Knut Kröger. FOTO: jps
Krefeld/München. Mit einer anspruchsvollen Notfall-OP hat die Zeit von Dr. Gabor Gäbel am Helios Klinikum begonnen. Der Gefäßchirurg arbeitete zuvor als Oberarzt am Münchener Uniklinikum. Von Jan Popp-Sewing

Kaum hatte der 40-Jährige seinen Dienst in Krefeld angetreten, da kam schon der erste lebensbedrohliche Notfall auf den OP-Tisch: Eine Frau mit angerissener Bauchschlagader.

Eine Verletzung, die je nach Lage des Risses binnen Minuten zum Tod durch inneres Verbluten führen kann. Nur, wenn der Riss "günstig" liegt und der Notarzt das sogenannte Aneuyrisma erkennt, besteht eine Chance, es ins Krankenhaus zu schaffen.

Dr. Gäbel konnte die Patientin retten. Er ist Spezialist für die Behandlung von krankhaften Veränderungen der Hauptschlagader. Je nach Patient und Fall wird entweder der Bereich über der betroffenen Ader geöffnet - oder mit der "Schlüssellochchirurgie" über einen Schnitt in der Leiste vorgegangen.

Der schonende "minimal-invasive" Eingriff wird immer mehr zum Standard, auch in der Ausbildung. Doch in diversen Fällen sei die klassische Methode doch langfristig erfolgversprechender, sagt Dr. Gäbel, - es sei daher wichtig, beide Techniken aus dem Eff-Eff zu beherrschen. Er hat die "offene OP" an der Dresdner Uni-Klinik erlernt und wurde 2010 als Facharzt für Chirurgie und 2012 für Gefäßchirurgie anerkannt.

Bei seiner Entscheidung für Krefeld spielte auch die Ausstattung des Klinikums eine rolle: "Das Helios Klinikum ist in der Region eine der wenigen Kliniken, die Gefäßchirurgie in ihrer gesamten Bandbreite anbieten."

Die Klinik verfügt über 40 Betten, zu Dr. Gäbels Team gehören vier Oberärzte und vier Assistenzärzte, ein fünfter wird gerade gesucht.

Wenn immer mehr "Babyboomer" das Rentenalter erreichen, wird die Zahl der Gefäßerkrankungen wohl in den nächsten Jahren noch deutlich zunehmen, denn diese treten vornehmlich ab 65/70 Jahren auf. Je länger Menschen leben, desto mehr Gefäßerkrankungen treten auf.

Tipps, wie man dem entgeht, sind schwer zu geben, denn diese Erkrankungen sind häufig eine Kombination aus den jeweiligen Genen und Umweltfaktoren. Aber klar, nicht rauchen und ein gesunder Lebenswandel können schon einen Beitrag leisten, so Dr. Gäbel. 

Der Gefäßchirurg folgt auf Chefarzt Prof. Dr. Bernd Luther, der nach Erreichen des Rentenalters zum Krefelder Maria-Hilf gewechselt ist.