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Netzwerk für den Leistungssport

Netzwerk für den Leistungssport
Stellten das neue Netzwerk vor (v.l.): SSB-Geschäftsführer Jens Sattler, Initiatorin Hedwig Schomacher, SSB-Vorsitzender Dieter Hofmann, OB Frank Meyer, Schulrätin Ann-Kathrin Kamber und der stellvertretende SSB-Vorsitzende Jochen Adrian. FOTO: Samla
Krefeld. Gemeinsam mit 13 Krefelder Schulen und neun Sportvereinen entwickelte der Stadtsportbund ein Konzept zur Förderung von jungen Leistungssportlern. Die Vereinbarkeit von schulischer und sportlicher Entwicklung ist ein Kernziel.
 
Von Jörg Zellen

"Wäre Krefeld ein Land und bei den Olympischen Spielen in Rio startberechtigt gewesen, hätten wir im Medaillenspiegel den 39. Platz belegt - vor Nationen wie Tschechien oder der Türkei", sagt Oberbürgermeister Frank Meyer augenzwinkernd. Er will damit verdeutlichen, dass Krefeld die Bezeichnung Sportstadt "nicht eitel vor sich trägt, sondern mit Leistung untermauert".

Damit der lokale Sport-Nachwuchs auch in Zukunft die Chance erhält Bestleistungen abzurufen, gleichzeitig aber die schulische Laufbahn nicht leidet, gründete sich nun das "Netzwerk Krefelder Schulen zur Förderung von Leistungssportlerinnen und - sportlern".

Die Idee dazu stammt von Hedwig Schomacher. Die Initiative der ehemaligen Schulleiterin des Vera Beckers Berufskollegs stieß auf großes Interesse. 13 Schulen (Berufskollegs, Gesamt- und Realschulen sowie Gymnasien) sowie neun Vereine schlossen sich dem Netzwerk, welches vom Stadtsportbund koordiniert wird, an.

Die Ziele sind klar formuliert: Vorhandene Ressourcen sollen gebündelt und intensiver genutzt werden, die Entwicklung des Krefelder Sports soll vorangetrieben sowie bestehende Fördermöglichkeiten neu erschlossen werden. Für die Schüler soll es pro Schule einen festen Ansprechpartner geben, der sich um die Koordination von Ausbildung und Sport kümmert.

Hedwig Schomacher liefert ein konkretes Beispiel: "Wenn man Sonntagsnachts erst vom Wettkampf nach Hause kommt, am Morgen dann aber eine Klausur schreiben soll, ist dies nicht optimal." Hier sollen zusätzliche Angebote bzw. Ausweichtermine geschaffen werden.
Jens Sattler, Geschäftsführer des Stadtsportbundes Krefeld, erhofft sich von dem in NRW bislang einmaligen Netzwerk zudem, dass "Krefeld für junge Sportler attraktiver wird und sie hier her ziehen." Dies würde auch OB Frank Meyer freuen: "Erfolgreiche Sportler sind ein tolles Aushängeschild für eine Stadt", sagt er und erinnert an sein Olympia-Statement.