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Millionen-Invest für Krefelds Straßen

Millionen-Invest für Krefelds Straßen
FOTO: Samla
Krefeld. Die Stadt Krefeld wird in 2017 knapp zehn Millionen Euro in die Sanierung und den Ausbau von Straßen, Rad- und Gehwegen investieren. Hinzu kommen sechs Millionen Euro im Bereich Straßenbeleuchtung. Dank des Kommunalinvestitionsförderungsgesetz NRW" (KInvFöG) kann die Stadt bis Ende 2020 weitere zehn Millionen Euro "verbauen". Von Jörg Zellen

 

Hartmut Könner strahlt über das ganze Gesicht bei der Vorstellung des "Tiefbauprogramms 2017". Der Leiter des Fachbereichs Tiefbau, der im September aus dem Amt scheidet, freut sich folglich, dass "wir nun endlich das umsetzen können, was wir uns schon so lange erträumt haben". Dank zusätzlicher Gelder aus dem städtischen Haushalt sowie zahlreicher Fördergelder wird die Verwaltung in diesem Jahr knapp zehn Millionen Euro in den Ausbau sowie die Sanierung der Krefelder Straßen sowie der Geh- und Radwege investieren.

Könner räumt ein, dass die Vielzahl an Baumaßnahmen seinen Fachbereich "an die Grenze der Belastbarkeit bringt". Es fehle schlichtweg Personal. "Wir sind von der Oberkante bis zur Unterlippe ausgelastet, werden einige Projekte von Ingenieurbüros durchführen lassen". Letztlich räumt der Bauexperte, der seit 1992 in Krefeld tätig ist, aber ein: "Die Freude darüber, dass wir nun etwas auf den Weg bringen können, überwiegt."

Welche Baumaßnahmen werden 2017 konkret umgesetzt? 

Im Bereich Verkehrstechnik werden die Signalanlagen im Bereich Glockenspitz/Kuhleshütte, St. Anton Straße/Preußenring, Oppumer Straße/Dießemer Bruch sowie Nauenweg/Martinstraße/Heideckstraße/Alte Gladbacher Straße aus altersbedingten Gründen  erneuert und mit LED-Technik versehen. Von den 29 000 Straßenleuchten im Krefelder Stadtgebiet werden circa 17 000 ausgetauscht. Sechs Millionen Euro wird dies 2017 kosten. Das laufende Programm 2010 bis 2019 umfasst ein Volumen von 37,5 Millionen Euro. Eine detaillierte Übersicht finden Sie hier.

FOTO: Stadt Krefeld

Knapp zehn Millionen fließen in den reinen Straßenbau. Einige Großprojekte: Die Sanierung der Moerser Straße (von der Husarenalle bis zur Heyenbaumstraße) kostet 500 000 Euro. Hier wird lärmoptimierter Asphalt aufgetragen. Im Kreuzungsbereich Düsseldorfer Straße/Hafenstraße wird ein zweispuriger Kreisverkehr entstehen. Kosten: rund 600 000 Euro. Auch die Kölner Straße wird in diesem Herbst umgerüstet. Die Aufweitung, Straßen- und Gehwegerneuerung wird mit gut 2,5 Millionen Euro veranschlagt. "Allerdings erhalten wir Zuschüsse von 65 Prozent", berichtet Hartmut Könner. Heiß ersehnt wird auch die Sanierung der prachtvollen Wilhelmshofallee (zwischen Moerser Straße und Jentgesallee; Kosten: eine halbe Million Euro).

Der Vorplatz des Kaiser-Wilhelm-Museums wird umgebaut (2,2 Millionen Euro - Zuschüsse werden erwartet). Die Markstraße wird zwischen Hubertusstraße und Breite Straße zur Tempo 30-Zone, Zebrastreifen ersetzen die Ampelanlagen. Am Bahnhof Forstwald entsteht  eine Fahrradabstellanlage mit 60 Stellplätzen und abschließbaren Fahrradboxen. Dies wird durch das VRR-Förderprogramm "Klimaschutz im Radverkehr" subventioniert.

Auch das Thema Barrierefreiheit wird in den Fokus gerückt. An insgesamt 88 Querungen werden die Übergänge barrierefrei ausgebaut. Schwerpunkte sind hier die vier Wälle sowie die Markstraße.