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Mehr Unfälle, weniger Verletzte in 2017

Mehr Unfälle, weniger Verletzte in 2017
FOTO: Samla
Krefeld. Die Zahl der Verkehrsunfälle in Krefeld stieg im vergangenen Jahr um 304 auf insgesamt 8485. Erfreulich ist jedoch, dass die Polizei so wenige Verletzte wie nie zuvor verzeichnete. Die Zahl der Kinderunfälle stieg allerdings wieder.
 
Von Jörg Zellen

Wirft man einen Blick auf die Statistik, so "kracht" es auf Krefelds Straßen 23 Mal pro Tag. Dies geht aus der Verkehrsunfallbilanz 2017 hervor, die die Polizei Krefeld am Freitag der Öffentlichkeit präsentierte. 8485 Unfälle verzeichneten die Ordnungshüter im vergangenen Jahr. Dies bedeutet einen Anstieg um 304.

Und dennoch ist Polizeipräsident Rainer Furth "hochzufrieden" mit der Bilanz. Polizeirat Holger Klein, Leiter der Direktion Verkehr, liefert die Begründung: "Niemals gab es weniger Verkehrsunfälle mit Verletzten als im Jahr 2017."

Besonders erfreulich ist, dass die Anzahl der verletzten Radfahrer (245) und Motorradfahrer (72) noch einmal deutlich gesunken ist. Hierbei handelt es sich ebenfalls um Tiefstwerte in der polizeilichen Unfallstatistik.

Im Bereich der "Risikogruppen" (Kinder, junge Erwachsene und Senioren) gab es unterschiedliche Ergebnisse. Während nie zuvor so wenige junge Erwachsene bei Unfällen verletzt wurden (103), stieg erstmals seit Jahren wieder die Zahl der Kinderunfälle - von 78 auf 95.

Die Polizei versucht mit zahlreichen Präventionsmaßnahmen wie der Aktion "Toter Winkel", "Crash Kurs" oder der "Puppenbühne" die Kinder zu sensibilisieren.
Im Laufe des vergangenen Jahres starben in Krefeld fünf Personen an den Folgen eines Verkehrsunfalls.

Die Polizei präsentierte zudem die Top 5 der so genannten "Unfallhäufungsstellen". Dabei handelt es sich um Knotenpunkte, an denen es immer wieder zu Unfällen gleichen Grundtyps mit Verletzten oder Getöteten kommt. Mit Abstand an erster Stelle steht hier die Kreuzung Untergath/Hauptstraße.

Polizeipräsident Furth zeigte sich erschreckt darüber, dass die Zahl der Unfallfluchten weiter steigt (1730 in 2017).

Übrigens: Falsches Abbiegen/Wenden war im vergangenen Jahr in Fällen mit Personenschaden die häufigste Unfallursache (34 Prozent), gefolgt von der Missachtung der Vorfahrt (29 %). Als positiv bezeichneten die Beamten die Werte im Bereich Geschwindigkeit (5 %) sowie Alkoholisierung des Fahrers (6 %).