| 15.33 Uhr

11.500 Quadratmeter
Markthalle Krefeld eröffnet: Einkaufen der Zukunft?

Markthalle Krefeld eröffnet
Markthalle Krefeld eröffnet FOTO: Popp-Sewing
Krefeld. An der Hafelsstraße 200 hat am Donnerstag die Markthalle Krefeld offiziell eröffnet. Andrang und Medieninteresse waren groß, schließlich gilt die Markthalle als Modell für den Einkauf der Zukunft. Von Jan Popp-Sewing


Aus dem alten Real-Markt an der Hafelsstraße in Oppum ist etwas völlig Neues geworden: Die 11.500 Quadratmeter große Markthalle Krefeld. Bereits vor der offiziellen Eröffnung am Donnerstag konnten die Krefelder in dieses "Einkaufserlebnis der Superlative" hineinschnuppern.

Schnuppern ist hier durchaus das richtige Wort, denn rechts am Eingang wartet gleich die Backabteilung mit dem aromatischen Brötchenduft (am ersten Tag gingen laut Real 10.000 Zehn-Cent-Brötchen über die Ladentheke).
Die 170 bisherigen Real-Mitarbeiter und 75 neu eingestellte Kollegen kümmern sich in den weitläufigen Hallen um die Kundschaft (es gibt einen Betriebsrat).

Der Aufbau der Halle soll an eine traditionelle Mittelmeer-Markthalle mit vielen kleinen Manufakturen unter einem Dach erinnern: den Metzger, den (Pizza-)Bäcker, den Konditor, die Kaffee-Rösterei, den Wein-, Käse- oder Fischhändler. Ein großer Teil der angebotenen Lebensmittel stammt aus kontrolliert biologischer Produktion.

Mittendrin: Eine Piazza mit 110 Sitzplätzen, wo man sich frisch zubereitete Speisen schmecken lassen kann - zum Beispiel von der nahe gelegenen Salat-, Sushi- oder Austernbar. "Besonders stolz sind wir auf unseren original italienischen Mosaik-Kuppelofen, in dem wir bei 485 Grad Pizza und Flammkuchen selber backen", sagt Markthallen Geschäftsleiter Bernd Szameitpreiks.

Außerdem gibt es einen Wintergarten, der an die Marktrösterei angrenzt, mit noch einmal rund 70 Sitzplätzen.

Die Preise werden nicht mehr von Hand geschrieben. Alle Preistafeln sind elektronisch gesteuert. Die beiden deutschen Real-Chefs Patrick Müller-Sarmiento und Henning Gieseke kamen selbst zur Eröffnung. Für sie ist der Markt ein Prototyp.

"Wir wollten unser bisheriges Konzept nicht einfach nur weiterentwickeln, sondern etwas vollkommen Neues schaffen, etwas deutschlandweit Einzigartiges", sagt Geschäftsführer Gieseke beim fast zweistündigen Rundgang mit Journalisten. Das Ziel sei die Kombination von Genuss und Lebensfreude mit Einkaufen.

Neben der reichlichen Lebensmittel-Auswahl, gibt es auch einen "Non-Food"-Bereich mit zum Beispiel Elektronik, Spielzeug, Hygieneartikeln oder Fahrrädern.