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Linner Schützen laden ein
Weihnachtsmarkt in Schatten der Burg

Linner Weihnachtsmarkt
Romantischer Weihnachtsmarkt im historischen Linn. FOTO: Samla.de
Krefeld . Der Linner Weihnachtsmarkt, den die Schützen ausrichten, ist ein Erlebnis besonderer Art. Von Ernst Müller


Es kommt nicht oft vor, dass die Veranstalter eines Weihnachtsmarktes auf überregionale Werbung wenig Wert legen. Peter Winkmann vom Orga-Team des Linner Weihnachtsmarktes jedoch übt sich in Zurückhaltung. Denn der Linner Markt im Schatten der Burg, ausgerichtet vom heimischen Schützenverein, ist traditionell ein Publikumsmagnet.


 Das liegt nicht nur am mittelalterlichen Gemäuer im Hintergrund, das zur Marktzeit romantisch erleuchtet sein wird. Der Linner Weihnachtsmarkt entstammt sichtbar der eigenen Dorfgemeinschaft und punktet dennoch mit nicht weniger als 120 Ständen. Und diese sind mit ihren Angeboten wahrhaft auf Advent ausgerichtet.

Neu dabei ist der römische Diamantenschleifer, der im altertümlichen Gewand geschliffene Edelsteine offeriert. Ebenfalls zum ersten Mal ist ein Stand aufgebaut, an dem es Kokosnussschalen aus fairem Handel aus Vietnam gibt. Sie dienen als Windlicht, als Servierschüssel für Knabbereien oder für die Aufbewahrung von Schmuck.


"Wir haben in den vergangenen Monaten viele Hütten gezimmert", erklärt Peter Winkmann. Dadurch gewinnen die Stände mehr Stabilität und Schutz vor schlechtem Wetter, von dem hübschen Aussehen ganz zu schweigen. Auch die Anordnung haben die Schützen optimiert: Die Museumswiese wird entzerrt und der Andreasmarkt Besucher-freundlicher gestaltet.

130 Aussteller, viele Besucher, tolle Stimmung FOTO: Samla


Der Markt ist zudem nicht überbestückt mit Essständen, um seinen Charme nicht zu verlieren. Dafür gibt es heimische Besonderheiten: Die 1. Schützenkompanie sorgt für das beliebte Weihnachtsschwein samt Grünkohl. Die Wirtsfrauen und die Preußische Kompanie kümmern sich in der Fire&Ice-Bar um Hochprozentiges. Wichtig auch hierbei: "Die Erlöse des Weihnachtsmarktes bleiben in Linn", unterstreicht Peter Winkmann.


Wegen des heimatlichen Charakters beteiligen sich auch die Linner Museen gern am adventlichen Treiben. Das Deutsche Textilmuseum am Andreasmarkt baut im Foyer einen textilen Flohmarkt auf. Das Museum Burg Linn veranstaltet eine Gespensterführung für Kinder (bereits ausgebucht) und lädt ins archäologische Museum an der Rheinbabenstraße ein, das durch die neue 3D-Ausstellung besonders Familien mit Kindern anspricht.


Dringender Hinweis: "Möglichst mit dem ÖPNV anreisen", rät Peter Winkmann. Denn Parkplätze sind knapp. Und die Bahn fährt an den beiden Markttagen alle Viertelstunde.


Der 34. Linner Weihnachtsmarkt öffnet am Samstag, 8. Dezember, von 12 - 21 Uhr; und am Sonntag, 9. Dezember, von 11 - 20 Uhr.