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Neue Kindergärten
Krefeld will freie Kita-Träger besser fördern

Neue Kindergärten: Krefeld will freie Kita-Träger besser fördern
v. l.: Lebenshilfe-Vorstand Ilja Wöllert, Sonja Pommeranz, Markus Schön (beide Fachbereich Jugendhilfe) und Kitaleiterin Steffi Kaczikowski im Garten der Kita Am Hauserhof. FOTO: Stadt / Strücken
Krefeld. Die Stadt will es Elterninitiativen und freien Trägern einfacher machen, Kindergärten zu übernehmen. Dafür stellt sie 2017/18 eine Summe von 345.000 Euro zur Verfügung.

Die Verwaltung schlägt der Politik daher die Einführung von freiwilligen Betriebskostenzuschüssen für Kitas vor, die von Elterninitiativen und freien Trägern geleitet werden.

Der Jugendhilfeausschuss soll am 24. Mai darüber entscheiden. Bislang müssen Initiativen und freie Träger neun Prozent der Kita-Kosten tragen. Der Eigenanteil würde dann in Krefeld auf fünf Prozent sinken. Die Stadt will damit einen Anreiz für freie Träger und Initiativen schaffen, Kitas zu übernehmen.

Das hat auch einen finanziellen Hintergrund: Mit jeder nicht-städtischen Kita spart die Verwaltung Geld.

Der Plan der Verwaltung sieht vor, dafür bereits in diesem Jahr 95 000 Euro aufzuwenden, im kommenden Jahr sollen es 250 000 Euro sein.

"Dies ist für Krefeld ein weiterer Meilenstein im Ausbau der Kindertagesbetreuung", stellt Markus Schön, Leiter des Fachbereichs Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung, fest. "Wir entlasten damit einerseits zwölf bestehende Kitas von elf verschiedenen Trägern, andererseits werden wir in den nächsten Jahren sechs neue Kitas bauen, die wir unter diesen Bedingungen vielleicht auch in freie Trägerschaft vermitteln können."

Derzeit gibt es in Krefeld 104 Kitas, davon werden 46 städtisch betrieben. Außerdem plant die Stadt die Errichtung weiterer fünf bis sieben Kitas und hofft darauf, dass sich für diese freie Träger finden.