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HTC: Teambuilding in der australischen Sommerhitze

HTC: Teambuilding in der australischen Sommerhitze
FOTO: Merkel
Melbourne. Olaf Merkel, Teamchef des Tennis-Bundesligisten HTC Blau-Weiß Krefeld, bastelt aktuell im australischen Melbourne am Kader für die kommende Saison. Von Jörg Zellen


Olaf Merkel hat Wintermantel und Wollschal abermals gegen Shorts und T-Shirt getauscht. Zum bereits dritten Mal reiste der Teamchef des HTC Blau-Weiß Krefeld am Sonntag nach Melbourne, um seine Spieler am Rande der Australian Open auf die Bundesliga-Saison 2018 einzuschwören.

In der Hitze des australischen Sommers knüpft der 65-Jährige neue Kontakte und pflegt bestehende, plant mit den Profis die Einsätze für die Aschensaison in der höchsten deutschen Spielklasse und hält sich auf dem Laufendem. Gut 23 Stunden dauerte der Trip von Düsseldorf über Hongkong nach Melbourne.

"Bei der Ankunft war es unglaublich heiß. Es herrschten Temperaturen um die 45 Grad", berichtet Merkel im Gespräch mit dem Extra-Tipp und ergänzt: "Mittlerweile hat es sich auf 25 bis 35 Grad eingependelt."

In seinem Hotel trifft der Krefelder Teamchef immer wieder auf alte Bekannte. Eine Delegation des Deutschen Tennis Bundes (DTB) um die beiden Bundestrainer Barbara Rittner und Michael Kohlmann sind dort ebenfalls untergekommen.

Auch Krefelds Shootingstar des Jahres 2017, der Italiener Marco Cecchinato, wohnt in dem Domizil, welches gerade einmal zehn Minuten von der Tennisanlage entfernt liegt. "Marco und ich haben uns gleich am ersten Tag auf eine weitere Zusammenarbeit geeinigt", berichtet Olaf Merkel sichtlich zufrieden und schiebt nach: "Und dass, obwohl Marco sehr lukrative Angebote von zwei anderen Erstligisten hatte." Cecchinato unterlag übrigens in der ersten Qualifikationsrunde des Premieren-Grand Slam-Turniers 2018. Dieses Schicksal teilt er mit seinem Landsmann Federico Gaio, der ebenfalls ausschied, sich aber ebenfalls weiter an den Stadtwaldclub binden wird.

Am Montag startet dann das Hauptfeld der Australian Open. Aus dem Krefelder Kader werden Paolo Lorenzi (gegen Damir Dzuhmur) und Horacio Zeballos (gegen Fabio Fognini) vertreten sein. "Paolo hat in Sydney ein ganz starkes Turnier gespielt und ist erst im Viertelfinale ausgeschieden", so Merkel, der seine beiden Topleute auch diesmal wieder in Melbourne betreuen wird.

Bereits vor dem ersten Ballwechsel in der australischen Hitze landete "Mister Bundesliga" einen Coup: Der Spanier Ricardo Ojeda Lara, der im September 2017 das Challenger in Meerbusch gewann, wird in der kommenden Spielzeit für den HTC Blau-Weiß aufschlagen.