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Verrottende Schienen im Asphalt der Kreuzung
"Hier sind schon Motorradfahrer gestürzt"

Verrottende Schienen im Asphalt der Kreuzung: "Hier sind schon Motorradfahrer gestürzt"
Nicht ungefährliche Kurve: Im Asphalt der Kreuzung liegen noch die alten Straßenbahnschienen, die längst keine Funktion mehr haben. Sie können im Einzelfall zur Stolperfalle werden FOTO: Müller
Hüls .  Straßenbahnschienen stellen eine Gefahr dar. Besonders ärgerlich, wenn sie überflüssig sind. Von Ernst Müller

Die Kreuzung zwischen Sparkasse und Rathaus hat schon manchem Verkehrsteilnehmer Kopfschütteln abgenötigt. "Da sind schon einige Motorradfahrer gestürzt", erinnert sich Martin Lothmann vom Tiefbauamt.


Grund sind die alten Straßenbahnschienen, die in die Straßendecke eingelassen sind. Sie führen ins Nichts, weil die Bahn längst nicht mehr fährt. Doch die Rillen und rutschigen Schienen sind Gift für die Sicherheit besonders von Zweirädern.


Deshalb hat der fraktionslose Bezirksvertreter Wolfgang Eitze das Thema in die Bezirksvertretung eingebracht: "Die Schienen rosten und es kommt zu Unfällen", fasst er seine Beschwerden zusammen. Eine Sanierung sei überfällig.

Doch das Tiefbauamt zögert. Denn so einfach gestaltet sich eine Sanierung nicht. Lothmann: "Die Stelle ist ein Nadelöhr". Bei einer Sanierung müsste die Kreuzung für gut vier Wochen gesperrt werden. Außerdem würde die Maßnahme rund 100.000 Euro kosten. Dieses Geld stehe im städtischen Haushalt aber erst ab dem Jahr 2020 zur Verfügung.
Lothmann plädierte deshalb dafür, die Ausbesserung der Fahrbahndecke mit der fälligen Kanalsanierung zu verbinden.


Dieser Gedanke gefiel den Kommunalpolitikern aller Fraktionen.
CDU-Fraktionssprecher Timo Kühn: "Wenn die Kanalsanierung ansteht, sollten auch die Schienen herausgenommen werden." Bezirksvorsteher Hans Butzen (SPD): "Dann lässt sich auch klären, ob die Kosten zu Lasten des Haushaltes gehen oder von den Stadtwerken getragen werden".


So fiel denn der Beschluss einstimmig, die Sanierung der Straße mit der Kanalausbesserung zu verbinden und dabei klären zu lassen, wer die Kosten übernehmen werde.


Vorerst allerdings bleiben die Schienen liegen. Die Fahrer müssen weiterhin gut aufpassen.