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Gregor Micus
Gregor Micus wird Koordinator für Jugendförderung

Gregor Micus: Gregor Micus wird Koordinator für Jugendförderung
Stellen das Logo der Initiative gegen Kinderarmut „Krefeld für Kinder“ vor: Oberbürgermeister Frank Meyer (r.) und der neue Koordinator für Jugend- und Familienförderung Gregor Micus. FOTO: Müller
Krefeld. Um benachteiligte Kinder zu unterstützen, gibt es in Krefeld viele Initiativen. Träger sind Stadt, Kitas, Schulen, Kirchen, Vereine, Firmen und Ehrenamtler. Um die Initiativen besser zu verzahnen, hat der OB einen Koordinator berufen. Von Ernst Müller

 

"Nicht alle Kinder haben die gleichen Startchancen", bedauert Oberbürgermeister Frank Meyer. Mangelnde Möglichkeiten der Eltern, an der wirtschaftlichen Entwicklung oder sozialen Vernetzung teilzuhaben, schränken die Chancen der Kinder ein. "Jedes vierte Krefelder Kind wächst in einem Hartz IV-Haushalt auf", nennt Jugendhilfeamtsleiter Markus Schön nur einen der Aspekte.

Gregor Micus, derzeitiger Dezernent für Jugend und Schule tritt am 31. März in den Ruhestand. "Ich kann nicht von 100 auf Null herunterfahren", begründet der 63-Jährige seine Bereitschaft, das Amt zu übernehmen.

Prädestiniert ist Micus für die Aufgabe unbestritten. Seit 22 Jahren dient der Jurist der Stadt als Dezernent, kennt also alle Verwaltungsabläufe, Fördertöpfe und ist auch in der Gesellschaft bestens vernetzt.

Im Rathaus wird er ein Büro beziehen, von dem aus er seine Tätigkeit aufnimmt.

Eingebettet ist das neue Amt in ein Gesamtprojekt. Es trägt den Namen "Krefeld für Kinder". Darin sind Förderprogramme enthalten, die alle Entwicklungsstufen der Kinder berücksichtigen: von der Kita über die Schule bis zum Eintritt ins Berufsleben.

Mit dieser Vorsorgekette steht Krefeld nicht allein. Gut 40 Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben ähnliche Fördermodelle und tauschen ihre Erfahrungen aus.

Die Aufgabe von Gregor Micus wird vielfältig sein: "Ich werbe für bürgerschaftliches Engagement, aber auch für die Beteiligung von Unternehmen", erklärt der neue Koordinator. Insbesondere die Einwerbung von Finanzmitteln liegt Micus am Herzen.

Damit möchte er wichtige Projekte unterstützen, für die der Staat kein Geld bereitstellen kann. So könnte zum Beispiel Personal bezahlt werden, das in Schulen oder in Wohnvierteln Hilfsangebote für Kinder und Eltern organisiert. Micus unterstreicht: "Die Aufgabe verlangt einen langen Atem."