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Trauerversammlung am Mahnmal
Stadt gedenkt der Pogromnacht 1938

Gedenken an Pogrom
Gedenken: Oberbürgermeister Frank Meyer (Mitte), Rabbiner Yitzchak Mendel-Wagner (l.) und der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Krefeld Michael Gilad würdigten am Mahnmal auf dem Platz an der alten Synagoge die jüdischen Opfer des Novemberpogroms. Viele Bürger nahmen Anteil. FOTO: Samla
Krefeld . Die Stadt Krefeld gedachte trauernd des Novemberpogroms der Nazis vor 80 Jahren. Von der Redaktion

Pünktlich um 15 Uhr läuteten am Freitag, 9. November, im Stadtgebiet die Kirchenglocken. Die christlichen Gemeinden bekundeten damit ihre Erinnerung an die mutwillige Zerstörung der Krefelder Synagoge vor 80 Jahren und die mörderische Verfolgung der Juden durch die Nazis.


Auf dem Platz an der alten Synagoge an der Peterstraße hatten sich mehrere hundert Menschen versammelt, um dem staatlich organisierten Novemberpogrom 1938 zu gedenken. An der Spitze Oberbürgermeister Frank Meyer. Die jüdische Gemeinde war durch ihren Vorsitzenden Michael Gilad und Rabbi Yitzchak Mendel-Wagner vertreten.

Der Novemberpogrom 1938 war der öffentlich sichtbare Auftakt zur systematischen Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden.


Bereits am Vortag hatten sich rund 200 Krefelder im jüdischen Gemeindezentrum an der Wiedstraße versammelt, um der Pogromnacht zu gedenken. An die Gedenkstunde schloss sich ein Trauermarsch zum Mahnmal an.